Diagnose Fibromyalgie – Kann ein Cannabis-Schmerzpflaster helfen?

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Vielleicht ist zukünftig ein spezielles Cannabis-Schmerzpflaster bei Fibromyalgie erfolgreich einsetzbar.

Künftig gibt es für schwerst kranke Menschen die Möglichkeit, Cannabis auf Rezept zu erhalten. Das könnte auch für Patienten mit Fibromyalgie ein Weg zu mehr Lebensqualität sein. Sie haben nämlich, genau wie andere Betroffene mit chronischen Schmerzen, ein stark eingeschränktes Dasein.

In den Blüten und Extrakten von Cannabis sind die aktiven Wirkstoffe Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) zu finden. Sie helfen zum Beispiel den Appetit bei Patienten mit Krebs anzuregen. Auch bei Aids könnten diese Wirkstoffe erfolgversprechend eingesetzt werden. Denn Cannabis ist durchaus eine wirksame Medizin.

Seit tausenden von Jahren gilt Hanf als eine Heilpflanze. In der gesamten Welt bezeichnet man die Pflanze sogar als eine Art Wunderdroge. Da Cannabis die Gefäße erweitert, kann es erfolgreich bei einer Vielzahl von Schmerzen eingesetzt werden und auch einen erhöhten Blutdruck kann man vermutlich so senken.

Bereits im Jahre 2008 ließ sich anhand einer Studie zeigen, dass Cannabis wegen seiner stabilisierenden Wirkung auf Mastzellen entzündungshemmend wirkt.

Mastzellen kann man als eine Art körpereigene Polizei bezeichnen. Sie schütten Prostaglandin und Histamin aus, wenn es zu Verletzungen oder viralen und bakteriellen Angriffen im Körper kommt. Bei Autoimmunkrankheiten treten diese Mastzellen auch auf den Plan, richten ihre Wirkung aber leider gegen die körpereigenen Zellen und nicht gegen die Erreger.

Man geht davon aus, dass derartige Vorgänge auch als Ursache der erhöhten Schmerzempfindlichkeit von Fibromyalgie-Patienten verantwortlich sind. Die genaue Ursache dieser Erkrankung ist bis heute jedoch nicht eindeutig geklärt worden. Es scheint aber mittlerweile, dass eine genetische Disposition vorliegen könnte. Auch ein Vitamin-D-Mangel sowie Rauchen und Übergewicht könnten der Auslöser einer Fibromyalgie sein. Vielleicht ist zukünftig ein spezielles Cannabis-Schmerzpflaster auch bei diesem Krankheitsbild erfolgreich einsetzbar.

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