Diät oder dauerhafte Nahrungsumstellung

frau-kochtViele werden es nicht wissen, aber am 6. Mai ist der Anti-Diät-Tag. Ein Datum welches als Anlass genommen wird, um den vielen Diäten den Kampf anzusagen. Denn viele Kritiker und darunter auch Ernährungswissenschaftler sehen gerade in Diäten keine Lösung gegen Übergewicht oder Adipositas. Eine ausgewogene Ernährung passend zum individuellen Energieverbrauch dürfte jede Diät mehr als ersetzen.

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Diäten und nachhaltige Ernährungskonzepte

Diäten lösen mittlerweile nicht mehr nur positive Assoziationen aus. Während mit einer Diät immer der Wille zum Abnehmen verbunden wird, so haben sich in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Diäten mit fragwürdigen Konzepten in den Vordergrund gespielt. Die vermutlich bekannteste dieser fragwürdigen Konzepte dürfte die Atkins-Diät sein. Dabei erfolgt eine starke Reduzierung von Kohlenhydraten. Fett und Proteine werden dann als Hauptenergieträger für den Körper genutzt. Die Aktins-Diät gehört zu den Low-Carb-Konzepten und ist zugleich eine der radikalsten Formen dieser Kohlehydratreduzierten Ernährungsweisen. Einige dieser Low-Carb Anhänger verzichten auch auf Obst aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers. Das andere Extrem sind entsprechende Low-Fat-Konzepte, bei welcher der Fettanteil der Nahrung eingeschränkt wird. Beide Konzepte besitzen heute eine sehr große Anhängerschaft. Es dürfte unbestritten sein, dass ebenfalls beide Konzepte beindruckende Erfolge erzielen können, jedoch ist es fraglich ob solche Konzepte nachhaltig zu einer gesunden Ernährung führen.

Gerade bei den Extremformen könnten diesbezüglich Zweifel berechtigt sein. Denn ein Low-Carb-Anhänger, welcher dauerhaft auf Obst verzichtet, könnte hier einen entsprechenden Mangel unterliegen. Das gleiche dürfte auch für bestimmte Inhaltstoffe bei einer Low-Fat Ernährung gelten.

Bedenklich sind auch die Situationen bei einen Abbruch der Diäten. Viele Menschen probieren die verschiedensten Diäten aus und brechen diese dann irgendwann ab. Die Gründe hierfür können ganz unterschiedlich sein. Entweder stellt sich der gewünschte Erfolg nicht ein oder die Diät wird zu einer so großen Belastung, dass man lieber damit aufhört. Genau an diesen Punkt setzen Kritiker häufig auch die Argumentation gegen Diäten an. Denn Diäten verschärfen laut vieler Ernährungswissenschaftler auch das Problem von Übergewicht und sogar Adipositas. Denn mit einem Abbruch der Diät kann der sogenannte Jo-Jo-Effekt eintreten, bei welchen ein unheilvoller Kreislauf aus Hungern, Heißhungerattacken, Essanfällen und zu guter letzt wieder eine neue Diät begonnen wird. Das Ziel einer dauerhaften und gesunden Gewichtsreduzierung rückt jedoch in immer weitere Ferne.

Gesund abnehmen und ausgewogene Ernährung

Wie so oft im Leben ist eine bestimmte Nachhaltigkeit nicht über Nacht zu realisieren. Wer Diäten nutzt zur Gewichtsreduzierung, wird häufig gerade zu Beginn große Erfolge erzielen. Das Problem bei vielen Diäten ist jedoch, dass diese nicht als lebenslange Ernährung taugen. Damit wird das Problem früher oder später wieder zur Belastung. Dann einfach die nächste Diät zu beginnen, kann langfristig zu einer starken psychischen und körperlichen Belastung werden und sogar zu Essstörungen führen. Obgleich sich viele Menschen täglich den Kopf über das Abnehmen zerbrechen, so dürfte die Formel für eine dauerhafte, gesunde und damit langfristige Gewichtsreduzierung, mit einer ausgewogenen Ernährung erreicht werden, welche sich entsprechend am jeweiligen Energiebedarf orientiert. Das bedeutet, dass man zunächst weniger Kalorien zu sich nimmt als man verbraucht. Dabei dürfte es dann unerheblich sein, ob die Nahrung mehr Kohlenhydrate oder Fett besitzt. Um gerade den Energieverbrauch zu erhöhen, ist es ratsam regelmäßige sportliche Betätigungen in den Alltag zu integrieren. Allein das und etwas kleinere Portionen dürften mittelfristig zum Erfolg führen. In der Praxis sollte dennoch immer auf die Qualität der Lebensmittel wert gelegt werden. Gerade Produkte welche einen hohen Energiewert besitzen oder viele gesättigte Fettsäuren enthalten, sollten seltener auf dem Essensplan stehen.

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