Deutsche Kliniken: Ein Aushängeschild?

behandlungEine aktuelle Umfrage der Schwenninger Krankenkasse brachte es ans Licht: Gesetzlich Versicherte zweifeln an der Qualität der Behandlung in deutschen Krankenhäusern. Nur rund 60 Prozent der Befragten sind nach einem aktuellen Bericht des Online-Portals Heilpraxis.net davon überzeugt, bei einem Krankenhausaufenthalt die bestmögliche Betreuung zu erhalten.


Häufig fühlten sich die Patienten nicht ernst genommen, vor allem bei einer kritischen Frage, ob der Aufenthalt in der Klinik nötig sei, würde von den Ärzten eher wenig angemessen reagiert. Über 75 Prozent der Befragten äußerten sich sogar misstrauisch, ob man den Empfehlungen der Kliniken überhaupt noch Glauben schenken könne. Über 75 Prozent der Befragten waren außerdem der Ansicht, dass eine Unterstützung durch die Krankenkasse an dieser Stelle sehr notwendig sei.

Tatsächlich gerät bei den Krankenkassen immer mehr in den Fokus, ihre Versicherten schon vor einer geplanten stationären Behandlung hinsichtlich der Frage nach der Notwendigkeit zu unterstützen. Doch auch der Gesetzgeber muss hier wohl eingreifen, damit ein offenbar bestehender Anreiz zur Überversorgung endlich abgeschafft wird.

Offen ist derzeit, ob dieser Verdacht der Überversorgung auch für die private Krankenversicherung gilt. Immer wieder hören PKV-Versicherte davon, dass sie die finanziellen Defizite von niedergelassenen Ärzten und Kliniken durch unnötige Behandlungen und hohe Kosten ausgleichen müssen. Dieser Verdacht dürfte sich angesichts solcher Umfragewerte allenfalls noch verstärken.

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