Depressionen: Kein Thema für den Chef

AuswegeZu einer erschreckenden Erkenntnis kam der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK): Danach wurden im Jahr 2011 von 3,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten nur etwa 61.000 Versicherte wegen diagnostizierten Depressionen behandelt. Das wäre etwa jeder 60. Versicherte, doch gleichzeitig besagt der aktuelle bundesweite Gesundheitssurvey, dass jeder 20. Deutsche an Depressionen leidet.

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2 Millionen Erwerbstätige leiden an Depressionen

Die Zahl der Betroffenen soll in allen Altersgruppen gleich groß sein, in absoluten Zahlen macht das eine Summe von rund zwei Millionen Erwerbstätigen aus. Offensichtlich ist, dass diese Zahlen kaum zusammen passen, und sie lassen letztlich nur einen Schluss zu: Offenbar halten sich die Deutschen häufig mit Tabletten fit, wie auch die Zahl der Antidepressiva-Verordnungen der TK bestätigt. Rund 35 Millionen Pillen wurden allein bei der TK im Jahr 2011 verschrieben – eine Zahl, die erschreckt, denn sie liegt im Verhältnis gesehen deutlich über der offiziellen Zahl der Betroffenen.

Es bleibt der bestürzende Eindruck, dass Depressionen und Burn-Out nach wie vor kein Thema für den Chef und die Arbeitskollegen sind. Vielmehr bemühen sich viele Betroffene, ihre Erkrankung lange Zeit geheim zu halten. Im besten Fall steht eine anonyme Behandlung in einer deutschen Privatklinik an, die in den letzten Jahren deutlich an Zulauf gewonnen haben. Damit mögen sich schwerwiegende Depressionen noch in den Griff bekommen lassen, bevor aus einer vorübergehenden Stimmungsschwankung eine chronische Depression und damit ein Grund für eine Berufsunfähigkeit wird.

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