Debeka-Stellungnahme zu Korruptionsvorwürfen

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Vorwurf der Bestechung von Beamten wird von der Gesellschaft als falsch zurückgewiesen.

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[Adsenseresp]Erst vor wenigen Tagen schien ein Aufschrei durch die PKV-Welt zu gehen: Vertriebsmitarbeiter der Debeka wurden beschuldigt, mit unlauteren Methoden in den Besitz von potenziellen Kundendaten gekommen zu sein. Anhand dieser Daten sollten maßgeschneiderte PKV-Angebote vorgelegt werden, um einen neuen Kunden an Land zu ziehen (Wir berichteten: Debeka: Geheimrezept neuer Verhaltenskodex?, 7. November 2013). Der bisher unbescholtene Versicherungsriese mit erstklassigen PKV-Testergebnissen schien auf einmal in einem anderen und erstaunlichen Licht erscheinen zu wollen. Jetzt nimmt der Branchenprimus selbst Stellung zu den Vorwürfen. In der aktuellen Pressemitteilung geht es darum, ob Beamte illegal als Kundenwerber bezahlt wurden.

In ihrer Pressemitteilung führt die Debeka aus, dass offenbar zwei Sachverhalte vermischt wurden, die mindestens teilweise undifferenziert in den Medien dargestellt wurden. Zum einen steht der Vorwurf im Raum, Debeka-Mitarbeiter haben widerrechtlich Adressen von angehenden Beamten aufgekauft. Ein solcher Handel mit Adressen wurde und wird von der Debeka nicht unterstützt. Seit Anfang November läuft eine Klärung der Vorwürfe zwischen der Debeka, der Staatsanwaltschaft Koblenz, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und dem Datenschutz-Beauftragten für Rheinland-Pfalz.

Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG wurde als unabhängige Instanz mit einer Überprüfung der Prozesse beauftragt. Darüber hinaus wurden zum 01. November 2013 neue Verhaltensrichtlinien für die Mitarbeiter der Debeka-Gruppe veröffentlicht, die der verschärften Bekämpfung von Bestechung und Korruption dienen.

Zum anderen geht es um die Aussage, die Debeka selbst habe in den vergangenen Jahren Beamte in großer Zahl mit erheblichen Zahlungen bestochen. Diesen Vorwurf weist die Gesellschaft als falsch zurück. Zulässig ist dagegen das Auftreten von Bundesbeamten als Tippgeber, um auf potenzielle Neukunden aufmerksam zu machen. Dieses Verhalten steht im Einklang mit dem Bundesbeamtengesetz (BBG) und ist nach dem BBG offen, transparent und erlaubt. Die Debeka weist in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, dass der Außendienst seit vielen Jahren erfolgreich und einvernehmlich mit Tippgebern zusammenarbeitet, explizit sei eine Bestechlichkeit hier nicht zu vermuten.

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1 Kommentar zu „Debeka-Stellungnahme zu Korruptionsvorwürfen“

  1. Ich wundere mich nun wirklich nicht, dass die Vorwürfe zurückgewiesen werden. Was sonst sollten die auch in so einer Situation verlautbaren? Lustig bzw. am Ende vermutlich entscheidend ist einfach die Formulierung. Hier gemeint die Bezeichnung „Auftreten von Bundesbeamten als Tippgeber“. Das mag für den Ausstehenden wohl Haarspalterei sein aber am Ende womöglich ein Ausweg aus der schlechten Presse.

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