DAK-Studie zu Problemen an Schulen

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Studie: Rund 30 Prozent der Schüler und 20 Prozent der Lehrer haben ernste und sehr ernste gesundheitliche Probleme

Am Freitag, dem 11. April 2014, stellte die Deutsche Angestellten Krankenkasse gemeinsam mit der Lüneburger Leuphana Universität eine Studie zur Gesundheit von Schülern und Lehrern vor. Das Fazit fällt besorgniserregend aus: Rund 30 Prozent der Schüler und 20 Prozent der Lehrer haben ernste und sehr ernste gesundheitliche Probleme. Hier müssten neue Programme ansetzen, so die Autoren der Studie, denn Gesundheit und Bildung hängen eng zusammen.

Gesundheitsprobleme von Schülern und Lehrern

Die Forscher hatten über 6.000 Schüler und mehr als 1.200 Lehrer befragt. Die Hauptprobleme von knapp einem Drittel der Schülerinnen und Schüler waren Kopfschmerzen, Gereiztheit, Schlafprobleme und Niedergeschlagenheit bis zur Depression, gefolgt von gesundheitlichen Mobbing-Folgen und Übergewicht. Alkoholmissbrauch wurde als Fehlverhalten, nicht als Gesundheitsproblem der Schüler eingestuft, zu dem es aber werden dürfte: 43 Prozent aller 10- bis 18-jährigen Schüler trinken sich mindestens einmal im Monat in einen Vollrausch. Jeder fünfte Schüler schaut mehr als sechs Stunden täglich fern und hat dabei Schulprobleme. Von den Lehrern möchten sich 20 Prozent frühpensionieren lassen, weil sie die gesundheitlichen Probleme nicht länger ertragen.

Das Ranking führen Burnout, Depressionen und Defatitio (allgemeines Erschöpfungssyndrom) an, auch Fehlernährung und Suchtprobleme spielen eine Rolle. Hilfe kann indes geboten werden: Förderprogramme bewirken an 70 Prozent derjenigen Schulen, die sie konsequent durchführen, eine signifikante Verbesserung des Gesundheitszustandes von Schülern und Lehrern. Sie führen nach den Worten des Projektleiters Professor Lutz Schumacher (Leuphana Universität) zur “gesunden Schule”, mit der sich alle Insassen identifizieren können.

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