DAK-Studie: Depressionen noch immer auf dem Vormarsch

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Foto: ©iStock.com/DKart
Eine Studie der DAK hat jetzt gezeigt, dass psychische Leiden weiterhin auf dem Vormarsch.

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Etwa jeder 20. Arbeitnehmer ist in Deutschland wegen psychischer Erkrankungen krankgeschrieben. Die Menge der krankheitsbedingten Fehltage steigt dadurch ständig an. Eine Studie der DAK hat jetzt gezeigt, dass psychische Leiden weiterhin auf dem Vormarsch sind und dass Menschen immer häufiger wegen psychischer Probleme krank sind.

Berücksichtigt man die Zahl der Versicherten, sind nach Meinung der DAK etwa 1,9 Millionen Berufstätige wegen psychischer Krankheiten krankgeschrieben. Die Zahl der Fehltage hat sich seit dem Jahr 1997 bei psychischen Erkrankungen verdreifacht. Bei den meisten Arbeitnehmern wurde eine Depression festgestellt.

Experten gehen davon aus, dass seelische Krankheiten besser erkannt werden. Die Annahme ist also, dass es heute nicht mehr psychisch anfällige Menschen gibt als vor zehn Jahren. Allerdings ist die Diagnose heute genauer, und die Betroffenen müssen nicht mehr mit einer Stigmatisierung rechnen. Besonders häufig betroffen sind übrigens ältere Menschen und Frauen. Sie haben die höchste Zahl an Fehltagen zu vermelden. Schon in der Gruppe der 15- bis 19-Jährigen findet man übrigens Patienten mit seelischen Leiden. Nicht nachweisbar war aber, dass Frauen anfälliger für Depressionen oder für Angststörungen sein sollen. Bewiesen werden konnte dagegen, dass der Stresspegel in den Großstädten höher ist als in den Vororten. Das Gesundheitsbewusstsein ist in den Städten dagegen höher, deshalb könnten psychische Probleme schneller erkannt werden. Das Robert-Koch-Institut kommt übrigens zu einem ähnlichen Ergebnis, denn in kleinen Städten gibt es weniger Betroffene als in Großstädten. Und sogar die Branche hat Einfluss auf die Häufigkeit der psychischen Erkrankungen. Seelenleiden werden nämlich sehr oft im Gesundheitswesen festgestellt. Im Baugewerbe gibt es dagegen wenige Krankschreibungen. Offenbar entstehen bei körperlichen Arbeiten weniger seelische Erkrankungen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Krankenversicherer mit dieser Studie umgehen. Vor allem dürfte es interessant sein zu sehen, wie die gesetzlichen Krankenkassen auf solche Untersuchungen reagieren und welche Vorsorgemaßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten sie daraus ableiten.

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