Crash-Diäten genauso gut wie langsames Abnehmen

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Jetzt haben australische Forscher durch eine Untersuchung gezeigt, dass eine Radikal-Diät mindestens genauso erfolgreich sein kann wie ein langsames Abnehmen.

Beinahe täglich finden sich in Zeitschriften oder im Internet neue Vorschläge für Crash-Diäten. Ob Pasta-Kur oder Erdbeere-Spargel-Diät, das Angebot ist bunt und verspricht die schnelle Gewichtsreduktion in kürzester Zeit.

Diese radikalen Kuren führen dann aber meist doch nicht zum gewünschten Dauererfolg. Das liegt aber nicht an der Geschwindigkeit mit der die Gewichtsabnahme erfolgt. Sogar Experten für Ernährung glaubten dies allerdings noch bis vor kurzem. Sie empfahlen daher ausschließlich Diäten, die langsam zum gewünschten Zielgewicht führten.

Jetzt haben australische Forscher durch eine Untersuchung bewiesen, dass eine Radikal-Diät mindestens genauso erfolgreich sein kann wie ein langsames Abnehmen. Für die Studie stellten sich 204 Probanden im Alter zwischen 18 und 70 Jahren zur Verfügung. Alle waren übergewichtig und hatten einen BMI zwischen 30 und 45.

Die Ärzte teilten die Teilnehmer in zwei Gruppen. Gruppe eins machte über einen Zeitraum von drei Monaten eine Crash-Diät. Es gab für diese Personen lediglich Diät-Drinks und höchstens 450 bis 800 Kalorien täglich.

Gruppe zwei ernährte sich nahezu normal und ersetzte ein bis zwei Mahlzeiten am Tag durch einen Diät-Drink, achtete aber insgesamt auf eine gesunde Ernährung. Ihre Diät-Phase dauerte dreimal länger als die der ersten Gruppe, nämlich 36 Wochen.

In beiden Gruppen sollte möglichst jeder Teilnehmer fünfzehn Prozent an Gewicht verlieren. Das schafften allerdings nicht alle Probanden. In Gruppe eins gelang dies jedoch deutlich mehr Personen als in der zweiten Gruppe.

Bei den Teilnehmern der Crash-Diät erreichten 81 Prozent das gewünschte Ziel, in Gruppe zwei waren es aber nur fünfzig Prozent.

Das erreichte Gewicht sollte nun über einen Zeitraum von 144 Wochen gehalten werden. Damit dies gelang wurden alle Betroffenen gleichermaßen von Ernährungsexperten und Diätberatern begleitet. Trotzdem nahmen alle Probanden durchschnittlich zwei Drittel der verlorenen Pfunde wieder zu. In welcher Gruppe sie vorher abgenommen hatten spielte dabei überhaupt gar keine Rolle.

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Quelle: www.businessinsider.de

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