Cholesterinsenkende Mittel auf dem Vormarsch

Eine Studie der Techniker Krankenkasse bracht es an den Tag: Viele Ärzte in Hessen verordnen zu früh und zu schnell Mittel gegen einen erhöhten Cholesterinwert. Zwischen 2002 und 2011 sei die Menge der Tagesdosen bei den gesetzlich Versicherten um zwei Drittel auf 110 Millionen gestiegen, so zumindest die Aussage der Krankenkasse nach aktuellen Daten des GKV-Spitzenverbandes.

Gefahr Nebenwirkungen
Zwar sollen die Arzneimittel Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen, doch sie können unter Umständen gravierende Nebenwirkungen haben wie zum Beispiel Leberschäden, Muskelschmerzen oder Allergien. Dabei ist ein erhöhter Cholesterinwert auch auf ganz natürliche Art und Weise in den Griff zu bekommen: So hilft in aller Regel eine Umstellung der Ernährung und etwas mehr Bewegung, die schon durch einfache Maßnahmen im Alltag eingebaut werden kann. Damit sollte es nach Ansicht vieler Mediziner deutlich gefahrloser möglich sein, den Blutfettwert zu senken.

Versicherte aller Kassen sollten deshalb immer erst einmal nachfragen, ob die Senkung der Werte nicht auch durch eine Umstellung der Ernährung zu erwirken sei. Ist das nicht möglich und bleibt auch ein konkreter Versuch ohne Wirkung, mag die Verordnung von Medikamenten immer noch das Mittel der Wahl bleiben.

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