Chinesische Medizin: Gefahren für die Leber

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Zur Traditionellen Chinesischen Medizin – gehören auch Kräutermischungen, die gefährlich werden können.

Zur TCM – Traditionelle Chinesische Medizin – gehören auch Kräutermischungen, die gefährlich werden können. Zwei deutsche Forscher haben aktuell eine entsprechende Liste veröffentlicht. Die Kräutertherapie der Chinesen nutzt Extrakte aus Magnolien, Chrysanthemen, Pfingstrosen und Gladiolen, aber auch Pilze und Schlangengifte. Insgesamt gehören einige Tausend Ingredienzien zur chinesischen Phytotherapie. Auch westliche Pharmakonzerne setzen ähnliche Bestandteile ein – allerdings vielfach längst nicht so hoch dosiert. Hieraus resultiert eine ernst zu nehmende Gefahr für die Leber, konstatierten Johannes Schulze von der Uni Frankfurt und Rolf Teschke vom Hanauer Klinikum, die jetzt eine entsprechende Übersicht über gefährliche TCM-Mischungen veröffentlichten.

Tipps der Redaktion:

Über 60 gefährliche Mixturen

In der Tabelle der beiden deutschen Wissenschaftler finden sich über 20 wahrscheinlich gefährliche Kräutermischungen, von 18 der Mixturen wissen es die Forscher genau. Hinzu kommen 39 Einzelkräuter. Gelbsucht ist die häufigste Folge einer Leberschädigung durch TCM-Kräuter und andere Gifte, wobei sich weit über 90 Prozent der Betroffenen erholen, in wenigen Fällen Todesopfer zu beklagen waren und manchmal eine Organtransplantation nötig war. Wie hoch die Fallzahlen genau sind, kann niemand exakt beziffern, da sich der Fokus erst allmählich auf Nebenwirkungen der Traditionellen Chinesischen Medizin richtet. Aktuell schätze man das Risiko zwar insgesamt als gering ein, so die Forscher, es könne sich aber auch um die Spitze eines Eisberges handeln.

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