Cannabis zu medizinischen Zwecken – Auch per E-Zigarette?

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Für eine Schmerztherapie geht die Überlegung dahin, Cannabis per E-Zigarette zu inhalieren.

Ab März 2017 ist der Umgang mit Cannabis zu bestimmten medizinischen Zwecken legalisiert. Es gelten strenge rechtliche Voraussetzungen für den Anbau und die Nutzung dieser Pflanzen, die bei der Weiterverarbeitung entweder geraucht oder inhaliert werden können. Schwerkranken Patienten wird auf diese Weise das Rauschmittel auf Rezept verordnet, wenn es keine anderen Möglichkeiten zur Linderung der Krankheit gibt. So hilft die Haschisch-Substanz unter anderem dabei, die Nebenwirkungen einer krebsbedingten Chemo-Therapie besser zu verkraften und bei Multipler Sklerose und der Fibromyalgie eine Erleichterung des Krankheitsverlaufs herbeizuführen.

Hanf per E-Zigarette zu inhalieren

Für eine Schmerztherapie geht die Überlegung dahin, Cannabis per E-Zigarette zu inhalieren. Zwar ist die Erkenntnis dahingehend gereift, dass das Cannabis-Öl für eine Erzielung des Rausches nicht zu dem gewünschten Effekt verhilft. Aber zu therapeutischen Zwecken könnte die Zuführung mit Hilfe einer E-Zigarette sehr wohl eingesetzt werden. Während bei einem gewöhnlichen Joint viele Gifte mit aufgenommen werden, erscheint der Gebrauch von E-Zigaretten wesentlich freier von gesundheitsschädigenden Stoffen zu sein. Auf die weniger gesundheitsschädliche Wirkung der E-Zigarette im Vergleich zum herkömmlichen Rauchen, haben bereits zahlreiche Studien hingewiesen. Deshalb könnte eine Therapie in dieser Form am verträglichsten sein.

Bei der Einnahme von Cannabis werden die Wirkstoffe über den Verdauungstrakt nur geringfügig in das Blut transportiert, weshalb nicht der ganze Erfolg erreicht wird. Bei der Inhalation mittels Vaporisator wird die volle Wirkung direkt über die Blutbahnen erzielt. Auf diese Weise muss die Dosis wesentlich niedriger ausfallen, was die Gefahr einer Sucht erheblich vermindert. Da ein Vaporisator aber ausgesprochen sperrig und umständlich ist, kam die Idee der E-Zigarette auf. Diese sehr viel handlichere Methode gelingt mit Hilfe des Verdampfens und Inhalierens des Stoffes BHO, einem Butan-Haschisch-Öl, das aus der Essenz des Cannabis gewonnen wird.

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4 Kommentare

  1. Vaporizer wie der Vulcano Medic und der Mighty Medic verfügen über TÜV Zertifizierungen und schon heute über Zulassungen als medizinische Therapiegeräte. Zu beiden liegen mittlerweile zahlreiche Studien vor, die als effektive und (im Vergleich zum Rauchen) harmlosere Therapiealternative einschätzen.

    Zitat: “So hilft die Haschisch-Substanz… ”

    Ernsthaft? Sind hier Canabinoide und Terpene gemeint?

    Vaporizer verzichten, im Gegensatz zu E-Zigaretten, auf den Zusatz weiterer Substanzen wie z.B. Glykol.
    Ein weiterer Vorteil der Vaporizer ist ihre Genauigkeit und Anpassungsfähigkeit bei der Steuerung. Bei vielen ist mittlerweile die gradgenaue Temperatursteuerung und damit ein präziser Einfluss auf die gewünschten Wirkstoffe beim Vaporizieren möglich, da die einzelnen Wirkstoffe des Cannabis unterschiedliche Siedetemperaturen aufweisen.

    Ich als regelmäßiger Leser dieser Seite wünsche ich mir, dass auch Beiträge zu schwierigeren Themen die grundlegenden Fakten korrekt darstellen.

  2. Hallo,
    Bevor Sie hier solchen Blödsinn schreiben, machen Sie sich einmal kundig.
    Bei einer E-zigarette wird das Liquid mittels einer Heizwendel, einer sog. coil, verdampft.
    Das in Cannabis enthaltene Öl würde diese Heizwendel innerhalb von ein paar Zügen zusetzen.
    Deswegen werden ja in einem Vaporizer die Cannabisblüten bzw. Das Cannabiswachs erhitzt bis es dampft.
    Es gibt zwar auf dem Markt auch Cannabisliquid oder cbd Liquid, dies enthält aber weniger als 0,2% THC.
    Gruss
    Theo

  3. - ” Da ein Vaporisator aber ausgesprochen sperrig und umständlich ist, kam die Idee der E-Zigarette auf. ” –
    Mobile Vaporizer wurden paralell zu den E-Zigaretten entwickelt und sind genau so handlich. Der Unterschied besteht in der Funktion, im Vaporizer werden Kräuter erhitzt, in der E-Zigarette Flüssigkeiten.
    vaporizer-world.de

  4. Warum ist eigentlich Cannabis verboten in Deutschland? Konsumiert wird es doch eh. Alkohol, die Droge mit dem höchsten Schadenspotenzial (Verkehrstote, schwere Körperverletztung usw.) wird munter weiter verkauft.

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