Cannabis-Schmerzpflaster gegen Fibromyalgie

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Foto: ©iStock.com/Tempura
Entwicklung neuer Cannabis-Schmerzpflaster gegen Fibromyalgie – Die Firma Cannabis Science hat sich auf die Entwicklung von Medikamenten spezialisiert, die auf den Wirkstoffen der Cannabis-Pflanze basiert.

Cannabis Science ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung von Medikamenten spezialisiert hat, die auf den Wirkstoffen der Cannabis-Pflanze basieren. Zurzeit arbeitet die Firma an zwei neuen Medikamenten speziell zur Schmerzlinderung. Sie werden zum Beispiel gezielt zur Abschaltung des diabetischen neuropathischen Schmerzes oder mit Blick auf die Krankheit Fibromyalgie entwickelt, die mit lebenslangen chronischen Schmerzen verbunden ist.

Ursachen Fibromyalgie

Die möglichen Gründe der Fibromyalgie sind bislang noch nicht eindeutig geklärt. Viele Mediziner gehen davon aus, dass es sich hierbei um neuropathische Ursachen handeln muss, gemeint sind damit Störungen des Nervensystems. Die Uneinigkeit in der Bewertung drückt sich in den unterschiedlichen Theorien über die Krankheitsursachen aus. Einigermaßen einig ist man sich aber darin, dass hierbei eher organische Fehlfunktionen als beispielsweise psychosomatische Gründe dahinter stecken. Klinische Marker als Grundlage für die Diagnose wurden dafür allerdings noch nicht identifiziert. Daher stützt sich die Diagnose heute ausschließlich auf die Symptome, die die Patienten beschreiben.

Therapie Fibromyalgie?

Bislang konnte dagegen noch keine Therapie entwickelt werden, die eine auf Chance auf Heilung hoffen lässt oder zumindest die Symptome lindern könnte. Weltweit sind immerhin bis zu acht Prozente der Menschen davon betroffen, wobei dies auch mit einer großen Dunkelziffer verbunden ist, da die ärztliche Versorgung in vielen Teilen der Welt noch immer schlechter als mangelhaft ist.

Studie über die Auswirkungen der Selbstmedikation mit Cannabis bei Fibromyalgie

Im Frühjahr 2014 wurde in Spanien (Barcelona) eine empirische Studie über die Auswirkungen der Selbstmedikation mit Cannabis veröffentlicht. Für diese Untersuchungen stellte sich eine größere Gruppe von Frauen mit dieser Erkrankung zur Verfügung. Im Ergebnis wird hier die Aussage getroffen, dass eine Cannabinoiden-Therapie der Fibromyalgie zu empfehlen ist, und zwar unabhängig von einer Betrachtung der Ursachen. Die Entwicklung des Cannabis-Schmerzpflasters ist hier nur ein folgerichtiger Schritt.

Das Cannabinoid-Extrakt-Pflaster mit hohem Potenzial

Bei der neuen Medizin handelt es sich um den hochwirksamen Cannabinoid-Extrakt (es ist nach dem THC das zweite Hauptcannabinoid), das in Form eines Pflasters auf die Haut aufgesetzt werden soll. Auf diese Weise dringen stetig und über längere Zeiträume kleine Mengen der Wirkstoffe in den Blutkreislauf ein. Der Vorteil der Methode ist, dass sich Arzt und Patient an die optimale, individuelle Dosierung empirisch herantasten können. Neben den schmerzstillenden Eigenschaften entfaltet dieser Extrakt noch die wichtige entzündungshemmende Wirkung, ohne dabei die vom THC bekannten psychoaktiven Effekte hervorzurufen. Cannabis Science steht mit diesen zwei neuen Produkten erst am Anfang einer ganzen Reihe medizinischer Speziallösungen auf der Basis von Cannabis.

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1 Kommentar

  1. Das Cannabis-Schmerzpflaster gegen Fibromyalgie, bekommt man das denn schon verschrieben?
    Da bei dem Pflaster ja auch eine entzündungshemmende Wirkung besteht, habe ich die Hoffnung, das es bei mir neben der Fibro auch bei der Arthrose helfen könnte.

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