Cannabis (CBD) – Demnächst als Schmerzmittel für alle?

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Jetzt setzen auch Mediziner aus Deutschland verstärkt auf die therapeutische Wirkung der Hanfpflanze.

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Nachdem Haschisch fast ein dreiviertel Jahrhundert als Droge verpönt war, kommt es jetzt bei vielen Medizinern zum Umdenken. Sie schätzen mittlerweile die therapeutische Wirkung der Hanfpflanze. Denn speziell der in Cannabis enthaltene Wirkstoff CBD hat eine schmerzlindernde Wirkung und hemmt gleichzeitig Entzündungen. Zudem ist das Cannabinoid CBD nicht psychoaktiv, verursacht also keine Halluzinationen und dergleichen. Arzneien auf Cannabis-Basis werden dadurch immer stärker zu einem wichtigen Ansatz für sehr vielversprechende Forschungen.

In Deutschland kann man derzeit Cannabis nur dann legal erwerben und konsumieren, wenn man eine Ausnahmegenehmigung erhält. Denn Cannbis gilt in unserem Land immer noch als Rauschdroge. In vielen anderen Kulturen dieser Welt wird Cannabis dagegen schon seit Jahrhunderten als Arznei angewandt. Jetzt setzen auch Mediziner aus Deutschland verstärkt auf die therapeutische Wirkung der Hanfpflanze.

Dabei ist eben besonders der in ihr enthaltene Wirkstoff Cannabidiol (CBD) interessant. Er wirkt krampflösend, lindert Schmerzen und Entzündungen und hat dabei so gut wie keine Nebenwirkungen. CBD-Produkte sind aus diesem Grund auch legal als Nahrungsergänzungsmittel im Handel erhältlich und unterliegen nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Dennoch wirkt CBD ebenso schmerzlindernd wie verschreibungspflichtige Medikamente. Patienten mit Tourette-Syndrom, Autoimmunerkrankungen, Aids, Hepatitis oder psychiatrischen Symptomen profitieren von diesem Medikament genauso wie Menschen mit Rheuma oder Multipler Sklerose.

Leider fehlt es zur Zeit noch an Forschungsergebnissen, die sich mit der Wirksamkeit von CBD als Medikament intensiv befassen. Derzeit gibt es nur sehr wenige, offizielle Studien. Die Pharmaindustrie hat kein großes Interesse an Forschungen, da man auf Pflanzen kein Patent anmelden kann.

Tierversuche in San Francisco belegen jedoch, dass der Wirkstoff CBD bei Krebs sogar das Wachstum von Metastasen eindämmen kann. CBD ist anscheinen in der Lage Gene auszuschalten, die für das Wachstum von Metastasen verantwortlich sind. Klinische Studien mit Patienten stehen jedoch auch hier bisher noch aus.

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