Cannabis Agentur: Wer erhält jetzt Cannabis verschrieben?

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Bei welchen Krankheiten wird zukünftig eine Behandlung mit Hanf in Frage kommen.

Mit dem Start der Cannabis Agentur in Deutschland, wird der Wirkstoff ab sofort unter staatlicher Aufsicht vertrieben. Die neue zuständige Cannabisagentur, die beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) angesiedelt ist, soll hierbei die Administrierung übernehmen.

Bei welchen Krankheiten wird zukünftig eine Behandlung mit Hanf in Frage kommen?

Aktuell haben etwa 1.000 Menschen in Deutschland die Erlaubnis zur Behandlung ihrer Krankheit Hanf einzusetzen. Laut dem Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. – anwalt.org, können zukünftig etwa 800.000 Patienten vom neuen Gesetz profitieren. Die Kosten für den Wirkstoff sollen die jeweiligen Krankenkassen übernehmen. Als Voraussetzung Cannabis zur Therapie einzusetzen gilt, dass eine Linderung dadurch erzielt wird und alle anderen Wirkstoffe nicht die gewünschte Wirkung erzielt haben. Wie der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. zusätzlich anmerkt, gibt es jedoch bis heute keine eindeutige Definition für ein spezifisches Krankheitsbild, das zu einer Verschreibung von Cannabis führt.

Laut des Deutschen Hanfverbands hat die Bundesopiumstelle jedoch aktuell eine Ausnahmegenehmigung für den legalen Einsatz von Cannabis bei folgenden Erkrankungen erteilt:

  • Allergische Diathese
  • Angststörung
  • Appetitlosigkeit und Abmagerung (Kachexie)
  • Armplexusparese
  • Arthrose
  • Asthma
  • Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Autismus
  • Barrett-Ösophagus
  • Blasenkrämpfe nach mehrfachen Operationen im Urogenitalbereich
  • Blepharospasmus
  • Borderline-Störung
  • Borreliose
  • Chronische Polyarthritis
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS)
  • Chronisches Schmerzsyndrom nach Polytrauma
  • Chronisches Wirbelsäulensyndrom
  • Cluster-Kopfschmerzen
  • Colitis ulcerosa
  • Depressionen
  • Epilepsie
  • Failed-back-surgery-Syndrom
  • Fibromyalgie
  • Hereditäre motorisch-sensible Neuropathie mit Schmerzzuständen und Spasmen
  • HIV-Infektion
  • HWS- und LWS-Syndrom
  • Hyperhidrosis
  • Kopfschmerzen
  • Lumbalgie
  • Lupus erythematodes
  • Migräne
  • Mitochondropathie
  • Morbus Bechterew
  • Morbus CrohnMorbus Scheuermann Morbus Still
  • Morbus Sudeck
  • Multiple Sklerose
  • Neurodermitis
  • Paroxysmale nonkinesiogene Dyskinese (PNKD)
  • Polyneuropathie
  • Posner-Schlossmann-Syndrom
  • Posttraumatische Belastungsstörung Psoriasis (Schuppenflechte)
  • Reizdarm
  • Rheuma (rheumatoide Arthritis)
  • Sarkoidose
  • Schlafstörungen
  • Schmerzhafte Spastik bei Syringomyelie
  • Systemische Sklerodermie
  • Tetraspastik nach infantiler Cerebralparese
  • Thalamussyndrom bei Zustand nach Apoplex Thrombangitis obliterans
  • Tics
  • Tinnitus
  • Tourette-Syndrom
  • Trichotillomanie
  • Urtikaria unklarer Genese
  • Zervikobrachialgie
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Trauma
  • Zwangsstörung

Laut des Online-Portals merkur.de, wurden etwa 170 Kilogramm Hanf im abgelaufenen Jahr zu medizinischen Zwecken in Deutschland legal eingeführt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Volumen somit beinahe verdoppelt. Mit der aktuellen Regelung dürfte sich in diesem Jahr eine noch deutlich höhere Steigerung ergeben.

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1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe seit vielen Jahren nachgewiesen Morbus Bechterew und habe Jahrelang die durch die Kassen gezahlten Schmerzmittel konsumiert. Nun vertrage ich diese seit ca einem Jahr nicht mehr. Ich bin durch eine Bekannte auf Cannabis als Medizin aufmerksam geworden und therapiere mich nun erfolgreich ein Jahr damit. Mit ausschließlich positiven Ergebnissen. Auf der Suche nach einem Arzt der mir Cannabis verschreibt, bin ich leider nicht weitergekommen. Im ganzen Umkreis von Frankfurt gibt es keinen Arzt der die Wirkung des Medikaments schätzt und es auch einzusetzen weis. Deshalb wende ich mich hoffnungsvoll an sie. Und hoffe das sie mir bei der Suche behilflich sein können.

    Mit freundlichen Grüßen

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