Büros machen krank

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Studie: Mehr Menschen werden krank als motiviert durch ihren Büroalltag

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Büros gelten als kreative Arbeitsumgebung, die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten den sozialen Kontakt zu ihren Kollegen nicht missen und fühlen sich dadurch motiviert. Das ist gängiger Konsens, Bürogestalter gehen darauf mit offenen Großraumbüros ein. Möglicherweise steckt aber ein gewaltiger Mythos dahinter, wie eine aktuelle Studie der Universität Cornell (Ithaca, US-Bundesstaat New York) belegt: In Wahrheit werden mehr Menschen krank als motiviert durch ihren Büroalltag. Am schlimmsten trifft es diejenigen, die wirklich in den offenen Großraumbüros arbeiten.

Fehlende Privatsphäre, blanke Nerven

Der Hang zum großen Büro entsprang offenbar der Euphorie geselliger Zeitgenossen, die sich wirklich darin wohlfühlen. Diese Chefs und MitarbeiterInnen sind gleichzeitig die Meinungsführer, wenn es um die Bürogestaltung und -ausstattung geht. Die Leidenden bleiben eher still und wollen wohl niemandem die Stimmung verderben, doch sie leiden handfest und belegbar: Die Studie wies bei vielen Betroffenen eine signifikant gesunkene Konzentrationsfähigkeit und Produktivität nach, vor allem ungewünschte Ablenkungen sind dafür verantwortlich.

Für die Studie befragten die Forscher der Universität Cornell 42.000 US-amerikanische Büroangestellte, von denen 80 Prozent unter Stress bei der Arbeit klagten und 42 Prozent mindestens einmal schon ihren Job deshalb gekündigt hatten. Die überwiegende Mehrheit – 61 Prozent – war bislang mindestens einmal wegen erwiesenem Bürostress krankgeschrieben, auch wenn sich die Krankheit in einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionskrankheiten geäußert hatte.

Subjektiv empfinden die meisten Betroffenen die mangelnde Privatsphäre und die Nervosität in vielen Büros als bedrückend. Die Forscher maßen den Adrenalinspiegel und konnten belegen, dass dieses Stresshormon nach drei Stunden Großraumbüro in deutlich erhöhtem Umfang ausgeschüttet wurde. Das Fazit der Wissenschaftler fiel eindeutig aus: Manager sollten Arbeiten im Home-Office anbieten, so die Empfehlung aus der Studie. Das sei allemal billiger und zudem viel gesünder.

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