Blutegel – Natürliche Therapie gegen Schmerzen

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Foto: ©iStock.com/kivoart
Studien am Immanuel Krankenhaus Berlin weisen auf die Wirksamkeit von Blutegeln bei chronischen Schmerzen hin.

Ein Blutegel ist ein Ektoparasit. Er ernährt sich von tierischen und auch menschlichen, flüssigen Proteinen. Seit Jahrtausenden werden Blutegel in der Medizin zu therapeutischen Zwecken genutzt. Dazu nimmt man sogenannte medizinische Blutegel. Sie haben eine Länge von etwa fünf Zentimetern, der Bauch hat eine grünliche Färbung, der Rücken ist dunkelbraun bis schwarz.

Am Immanuel Krankenhaus in Berlin wurden nun aktuell wissenschaftliche Studien durchgeführt. Sie sollen zeigen, dass Blutegel bei chronischen Schmerzen sehr hilfreich sein können. Warum das so ist haben die Forscher aber bisher noch nicht genau entschlüsseln können. Es ist aber bekannt, dass im Speichel der kleinen Blutsauger bis zu dreißig entzündungshemmende und schmerzlindernde Substanzen zu finden sind. Diese sondert der Blutegel bei einem Biss ab und sie können so in die tiefer liegenden Gewebe des Körpers eindringen.

Solch ein Biss tut nicht weh, erinnert höchstens an einen Insektenstich. Führt man eine Therapie mit Blutegeln durch, werden die Tiere etwa 45 bis 90 Minuten lang angesetzt. Bereits nach der ersten Anwendung sollen viele Patienten eine deutliche Linderung ihrer Schmerzen bemerken die monatelang anhalten kann.

So lassen sich Arthrose-Schmerzen, aber auch chronische Rückenschmerzen, die durch starken Verschleiß verursacht werden, auf natürliche Weise und sehr schonend behandeln.

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Quelle: www.tagesspiegel.de

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