Billigtarife schaden der PKV

PKV Billigtarife und die bekannten Lockangebote schaden der Krankenvollversicherung
Die Kritik an der privaten Krankenversicherung hat in den vergangenen Wochen und Monaten sich nicht abgeschwächt. Von allen Seiten wird die PKV mit Vorwürfen und harscher Kritik begegnet. Ein wenig ist die derzeitige Diskussion um das Krankenversicherungssystem doch recht überraschend, wenn man bedenkt, dass der Großteil der Bevölkerung mit der aktuellen Absicherungsform scheinbar recht zufrieden ist. Zusätzlich würde man meinen, dass gerade hinsichtlich der sozialen Systeme doch deutlich größere Sorgenkinder vorhanden sind. So ist gerade das Thema Rente ein besorgniserregendes Thema. Hier scheint für kommende Generationen ein potentiell großes Problem sich aufzutun, welches heute angepackt werden sollte. Aber auch die Pflegeversicherung steht vor enormen Herausforderungen.

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Aktuelle Kritik durch Billigtarife verursacht
Gerade wenn man die zusätzlichen Einnahmen, welche die PKV generiert betrachtet, müssten sich doch alle Beteiligten freuen. Dennoch wird die Kritik gerade von politischen Lagern und Verbraucherschützern immer wieder neu belebt. Wie im Versicherungsjournal nach zulesen ist (PKV will gegen „Zwangskasse” ankämpfen; 30.3.2012), sieht Dr. Walter Botermann, Chef der Alte Leipziger-Hallesche-Gruppe, insbesondere die Billigtarife als Problem der PKV an. Im Wesentlichen liegt das Problem hierbei anscheinend darin, dass diese zunächst recht leistungsschwach und mit einen geringen Beitrag für die private Krankenversicherung ausgestattet sind und sich im Laufe der Zeit deutlich verteuern. Diese Verteuerungsraten werden vermutlich notwendig, da die wirtschaftliche Aufrechterhaltung solch günstiger PKV Tarife doch Grenzen gesetzt sein können. Die teilweise starken Beitragsanhebungen sorgen dann regelmäßig für eine starke mediale Verarbeitung. Letztes Beispiel waren 144 Beschwerden, welche durch den Verbraucherschutz ausgewertet wurden (Wir berichteten: Verbraucherzentrale kritisiert die Private Krankenversicherung; 30. März 2012).

Allerdings scheint auch die Form der Ausgestaltungsmöglichkeiten dieser Tarife doch Spielraum zu geben. So konnte erst kürzlich die Hansemerkur Krankenversicherung zeigen, dass sie mit ihren Einsteigertarifen für die Krankenvollversicherung ein gutes Angebot besitzt, welches wirtschaftlich tragfähig ist und zugleich auch von keinen hohen Beitragssteigerungen für die Versicherten betroffen ist (Wir berichteten: PKV Einsteigertarife gut; 1. April 2012).

PKV Billigtarife und Werbung mit Tiefpreisen

Zu den potentiell im Versicherungsverlauf teurer werdenden Billigtarifen, gesellen sich auch die Lockangebote Werbender. Gerade eine Reihe von Werbeaussagen, welche mit besonders niedrigen Beiträgen und Preisvergleichen für die Krankenvollversicherung werben, stehen dabei in der Kritik. So werden Regelmäßig mit Beiträgen von 59 Euro und sogar noch niedrigeren Beiträgen geworben. Das solche Angebote falsche Erwartungen wecken könnten, sollte allen Beteiligten Bewusst sein.

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