Bietet Cannabis Schutz vor Ebola?

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Jetzt ist ein amerikanischer Mediziner der Meinung, dass Hanf den tödlichen Virus in seine Schranken weisen könnte.

Die häufig tödlich verlaufende Erkrankung Ebola verbreitet seit Monaten Angst und Schrecken. Mittlerweile tritt die aus Westafrika kommende Infektionskrankheit auch in Amerika und Europa auf. Ebola forderte bis heute weit über 4000 Todesopfer. Bisher konnte man die heimtückische Krankheit nicht aufhalten. Jetzt ist ein amerikanischer Mediziner der Meinung, dass Hanf den tödlichen Virus in seine Schranken weisen könnte. Er fordert daher die Forschung auf, das Wissen um die Wirkung von Cannabis schnellstens zu vertiefen.

In einem kürzlich veröffentlichten Artikel berichtet der amerikanische Mediziner mit Namen Dr. David B. Allen über die positiven Auswirkungen, die Cannabinoide auf den Ebola-Virus haben könnten. Die Wirkstoffe der Hanfpflanze, die man Cannabinoide nennt, werden in der medizinischen Fachwelt bereits seit einiger Zeit wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung mit gutem Erfolg eingesetzt. Bei HIV- oder Hepatitis C-Infektionen soll sich der Einsatz von medizinischem Cannabis bereits gut bewährt haben.

Dr. Allen ist daher der Ansicht, dass sie sich auch positiv auf Ebola-Patienten auswirken könnten. Doch so einfach ist das natürlich nicht nachzuweisen. Der Ebola-Virus dringt nämlich in die Zellen des menschlichen Körpers ein und vermehrt sich auf diese Weise sehr rasch. Kurz darauf kommt es beim Betroffenen zu Erbrechen, Durchfall, Fieber und inneren Blutungen. Nach Ansicht des Mediziners könnte Hanf verhindern, dass sich der Virus ungestört im Körper ausbreiten kann und dadurch auch die sich daran anschließenden Symptome lindern könnten.

Wenn das so wäre, hätten die betroffenen Patienten eine deutlich höhere Chance, die Infektion zu überleben. Diese Theorie, die Dr. Allen derzeit aufstellt, existiert bisher leider nur auf dem Papier. Studien am Menschen müssten erst noch ausgeführt werden, um sie zu untermauern. Ob Cannabis wirklich helfen kann, die gefährliche Krankheit einzudämmen, ist daher bisher nicht bewiesen.

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