Besser schlafen – Sport nach dem Büro

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Büroarbeit und die damit einhergehende Bewegungsarmut kann eine körperliche Müdigkeit verhindern. Das Ergebnis ist eine schlechte Schlafqualität. Sport kann hier Abhilfe schaffen.

Menschen die einer Tätigkeit im Büro nachgehen sind bereits einer berufsbedingten Bewegungsarmut ausgesetzt. Die Arbeit im Büro im Sitzen kann dennoch Stress und eine hohe geistige Aktivität mit sich bringen. Hierbei wird häufig eine hohe Leistung abgerufen, welche ausschließlich auf geistiger Ebene erbracht wird. Dementsprechend können Menschen bei solchen Tätigkeiten nach Feierabend geistig erschöpft und Müde werden. Allerdings birgt die Tätigkeit im Sitzen eine große Bewegungsarmut. Daher erfährt der Körper selbst kaum eine Belastung. Das Ergebnis hiervon kann darin liegen, dass trotz der psychischen Belastung keine ausreichende Müdigkeit vorherrscht, da der Körper selbst kaum belastet wurde.

Kreislauf von schlechten und tiefen Schlaf

Gerade Menschen welche Bürotätigkeiten ausüben befinden sich häufig in dem Dilemma, dass sie einerseits aufgrund der geleisteten Arbeit geistig Müde sind, andererseits der Körper aufgrund der fehlenden Belastung diese Müdigkeit nicht teilt. So stehen viele Menschen vor dem Problem eines schlechten Schlafes. Dabei erleben Betroffene, dass nach einem Arbeitstag mit großem Leistungspensum, in der darauffolgenden Nacht der Tiefschlaf nicht erreicht wird. Für den kommenden Arbeitstag kann dies bedeuten, dass man unausgeschlafen und damit deutlich eingeschränkt in der Leistungsfähigkeit ist. Ein solcher Arbeitstag kann sehr anstrengend werden, da die anstehende Arbeit dennoch verrichtet werden muss. Häufig fühlen sich solche Arbeitstage, an denen man bereits unausgeschlafen in das Büro kommt, für die Betroffenen sich als wahre Qual an.

Nach einen solchen Tag kann es tatsächlich sein, dass die nächste Nacht wiederum sehr gut geschlafen wird aufgrund des bereits vorliegenden Schlafmangels aus der vorherigen Nacht. Dementsprechend kann der neue Tag dann wieder mit voller Leistung und Energie begegnet werden. Für die darauffolgende Nacht besteht dann jedoch wieder eine große Chance schlecht zu schlafen, da man zum einem ausgeschlafen hatte und somit wieder voller Energie ist, jedoch der Körper wiederum keinerlei Belastung erfahren hatte. Damit schließt sich der Kreislauf von schlechten Schlaf und leistungsschwachen Arbeitstagen und guten Schlaf und leistungsstarken Arbeitstagen.

Auf die Woche betrachtet kann dies bedeuten, dass man am Montag gut ausgeschlafen den ersten Arbeitstag antritt. Die Nacht zum Dienstag kann dann bereits zum schlechten Schlaf führen. Beim Weiterdrehen des Kreislaufes, würde der Dienstag und der Donnerstag dann als leistungsschwache Arbeitstage gelten, da die Nacht zuvor schlecht geschlafen wurde. Mit Blick auf die Effizienz der eigenen Arbeitskraft bedeutet dies, dass von fünf Arbeitstagen pro Woche, lediglich an drei Arbeitstagen mit voller Leistungskraft und damit ausgeschlafen gearbeitet wird. An den anderen beiden Arbeitstagen ist die vorhandene Arbeitskraft deutlich eingeschränkt, worunter dann die Arbeitsgeschwindigkeit und somit auch das Arbeitsergebnis leidet.

Falsche Strategien gegen den schlechten Schlaf

Für Betroffene kann dieser Kreislauf sehr belastend werden. Insbesondere wenn in geistig anspruchsvollen Tätigkeiten gearbeitet wird. Diejenigen die sich dieses Kreislaufes bewusst werden, versuchen häufig mit verschiedenen Strategien darauf zu reagieren. Wer beispielsweise beobachtet hat, dass wie im oben genannten Beispiel der Dienstag und Donnerstag zu den leistungsschwachen Tagen gehört, könnte versucht sein wichtige Termine und Meetings auf die anderen Tage zu legen. Solche Strategien sind jedoch zum Scheitern verurteilt, da sich nicht alle wichtigen Termine oder Tätigkeiten auf die leistungsstarken Arbeitstage verschieben lassen. Dementsprechend sind Betroffene dann weiterhin der Problematik ausgesetzt an einigen Tagen in der Woche kaum Ihrer Aufgaben gerecht werden zu können aufgrund des geringen Schlafes und der damit verbunden eingeschränkten Konzentrationsfähigkeit.

Regelmäßiger Sport und tieferer Schlaf – Den Kreislauf durchbrechen

Der Kreislauf von ausgeschlafenen Tagen und unausgeschlafenen Tagen kann durchbrochen werden mit regelmäßigem Sport. Wer bereits einen Arbeitstag mit anstrengender geistiger Arbeit hinter sich gebracht hat, kann dennoch im Anschluss Sport treiben. Denn der Körper selbst wurde nicht belastet. Demzufolge ist hier auch noch ausreichend Kraft vorhanden um Sport zu treiben. Die Ausübung von Sport ist daher so sinnvoll, da dieser zu einer größeren Müdigkeit führen kann, wodurch anschließend besser und tiefer geschlafen wird. Hier wird der Zusammenhang von körperlicher Aktivität und der Schlaftiefe und damit der Qualität des Schlafes deutlich. Insbesondere an Tagen an denen man gut geschlafen hat und über mehr Energie und Leistungsfähigkeit verfügt, kann dies von Vorteil sein. So kann die überschüssige Energie, welche letztendlich einen schlechteren Schlaf nach sich ziehen kann, durch körperliche Betätigung begegnet werden.

Hinweis:
Hinsichtlich des optimalen Zeitpunktes für sportliche Aktivitäten, welche sich auch positiv auf den Schlaf auswirken soll gilt, dass spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen kein Sport mehr getrieben werden sollte. Der Grund für diesen zeitlichen Abstand zwischen Aktivität und Schlaf liegt darin, dass der Körper Zeit zum Abschalten benötigt.

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1 Antwort

  1. Man kann es drehen und wenden wie man möchte. Wir sind halt Menschen und keine Roboter. Deshalb können wir nicht jeden Tag die gleich gute und konstante Leistung erbringen. Auch wenn dies den Arbeitgebern sehr gefallen würde. Der Faktor Arbeit ist damit nicht so konstant wie eine Maschine.

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