Beschwerde Probleme Krankenzusatzversicherung

Beschwerde Probleme Krankenzusatzversicherung
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Beschwerde Probleme Krankenzusatzversicherung: PKV-Ombudsmann – Darüber beschweren sich Versicherte.

Wer eine Krankenzusatzversicherung abschließt, will im Krankheitsfall besser versorgt sein als ein gesetzlich Versicherter. Doch wie die aktuelle Veröffentlichung der PKV-Schlichtungsstelle zeigt, haben Versicherungsnehmer häufig Anlass zur Beschwerde gegen ihren privaten Zusatzversicherer. Zwar betraf der große Teil der Beschwerden, die beim PKV-Ombudsmann im Jahr 2018 eingegangen sind, die private Krankenversicherung. Doch immerhin 15 von 100 Beschwerden bezogen sich auf die Krankenzusatzversicherung. Die Statistik zeigt, dass viele Versicherte mit einer Leistungsablehnung oder mindestens mit einer Einschränkung rechnen müssen.

Gründe Beschwerde Probleme Krankenzusatzversicherung

Gründe Beschwerde Probleme KrankenzusatzversicherungDer häufigste Grund für Streitigkeiten mit dem Versicherer waren Fragen um die sogenannte Vertragsauslegung. Die Versicherer beziehen in ihre Leistung oft Erstattungen für andere Kostenträger ein. Deshalb sind die Versicherungsbedingungen zum Teil schwer zu verstehen. Damit der Versicherte weiß, was er im Versicherungsfall zu erwarten hat, ist eine ausführliche Erläuterung erforderlich. Leider unterbleibt diese in der Praxis oft. Über 40 Prozent der Beschwerden galten der Erstattung dieser entsprechenden Leistungen. Gleich auf dem zweiten Platz folgen Verletzungen der Anzeigepflicht, auf dem dritten Platz steht die Diskussion um die medizinische Notwendigkeit. Wenig Anlass für Streit gaben offenbar falsche Beratungen, Anhebungen der Beiträge oder die Erhebung von Risikozuschlägen für den Versicherungsschutz.

Zusatzversicherung BeratungSchaut man sich allerdings genauer an, dass 40 Prozent allein auf Auslegungen der Versicherungsbedingungen entfallen, wird deutlich, welches Optimierungspotenzial in der Krankenzusatzversicherung schlummert. Die Krankenzusatzversicherung wird häufig in Versicherungsportalen zum Abschluss angeboten. Der Versicherte hat deshalb den Eindruck, dass es sich um einen leicht verständlichen Versicherungsschutz handelt, den man ohne fundierte Beratung eines Experten abschließt. Das ist ebenso falsch wie gefährlich. Gerade bei einem schnellen Onlineabschluss gehen die wichtigen Informationen oft verloren, oder sie sind für den Versicherten nicht zu verstehen. Er glaubt sich einer bestimmten Leistung sicher und ist dann sehr überrascht, wenn diese verwehrt wird. Deshalb ist in der Krankenzusatzversicherung ebenso eine umfassende Beratung nötig wie in der Vollversicherung.

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