Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es?

Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es
Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es?: Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es in vielen verschiedenen Gestaltungsformen. Von der selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung, über der BU-Zusatzversicherung bis über Berufsunfähigkeitsversicherung für einzelne Berufsgruppen. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Frage: Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung gilt in Fachkreisen als eine der sehr komplexen Versicherungslösungen. Ihre Merkmale, Besonderheiten und Leistungsausschlüsse in vollem Umfang zu verstehen und zu beurteilen, ist für manchen Experten eine Herausforderung. Als Laie steht man dabei nicht selten vor einem schlichten Rätsel. Wer weiß, welche Berufsunfähigkeitsversicherungen es gibt, kann den Dschungel der Tariflösungen leichter durchschauen.

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Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es? Diverse Unterscheidungsmerkmale zur Auswahl

Die Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft lässt sich nach unterschiedlichen Kriterien klassifizieren. Eine bekannte Unterscheidung ist sicher die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) von der BU-Zusatzversicherung (BUZ). Auch kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung für einzelne Berufsgruppen unterscheiden. Dann spricht man von der Berufsunfähigkeitsabsicherung für Arbeitnehmer, Selbständige und Beamte. Eine alternative Abgrenzung greift nach einigen Berufen, denn Ärzte, Piloten und Flugbegleiter schließen Sonderformen der Arbeitskraftverlustversicherung ab. Geht es nach dem Einstiegsalter des Versicherten, werden sogenannte Starter-Berufsunfähigkeitsversicherungen angeboten, die sich von einer Versicherung für etablierte Fach- und Führungskräfte unterscheiden. Schon anhand dieser wenigen Differenzierungsmerkmale wird klar, warum einzelne Tarife manchmal sehr schwer einzuordnen sind und die Frage, welche Berufsunfähigkeitsversicherung es gibt, durchaus berechtigt ist.

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Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es? Selbständige Tarife oder Zusatztarife zur Auswahl

Die bekannteste Unterscheidung dürfte die Einordnung der Tarife in eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) und eine Zusatzversicherung (BUZ) sein. Eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung wird ausschließlich zur Absicherung gegen den Verlust der Arbeitskraft abgeschlossen. Die gezahlten Beiträge werden dafür verwendet, diesen Schutz zu gewährleisten. Deshalb gilt die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung in der Regel als etwas preiswerter. Die Zusatzversicherung ist an einen bestehenden Hauptvertrag gekoppelt. Dabei handelt es sich meist um eine Kapitallebensversicherung oder um eine Rentenversicherung. Die eingezahlten Versicherungsprämien werden teilweise in den Aufbau von Kapital für die spätere Rentenvorsorge investiert, teilweise wird ein Schutz gegen den Verlust der Arbeitskraft aufgebaut. Da die gezahlten Beiträge letztlich für einen doppelten Versicherungsschutz aufgebracht werden müssen, gilt die BUZ als teure Versicherungslösung. Im Gegenzug schließt der Versicherte nur einen Vertrag ab und hält damit die Zahl seiner Versicherungen überschaubar. Sowohl die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung als auch die BUZ werden von vielen Gesellschaften am Markt angeboten. Welcher Tarif für den Versicherten am besten geeignet ist und einen guten und günstigen Schutz gewährleistet, muss immer im Einzelfall geprüft werden.

Welche Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es für welche Berufsgruppe?

Jede Berufsgruppe ist individuell abzusichern. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist gut nach den einzelnen Berufsgruppen zu unterscheiden. Arbeitnehmer sollten eine Versicherung nach anderen Kriterien auswählen als Selbständige oder Beamte. Tendenziell kann gelten, dass Arbeitnehmer mit einem hohen Anteil an Bürotätigkeiten günstiger und einfacher zu versichern sind als Selbständige, die einen gravierenden Teil ihrer Arbeitszeit in der Produktion oder auf einer Baustelle verbringen. Das liegt daran, dass bei diesen Berufsgruppen ein tendenziell höheres Risiko besteht, den einmal versicherten Beruf nicht bis ins Rentenalter ausüben zu können. Beamte benötigen dagegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel oder eine Dienstunfähigkeitsversicherung. Sie ist an den besonderen Anforderungen von Beamten ausgerichtet und schützt diese für den Fall, dass sie ihren Dienst nicht bis zum Eintritt in die Pensionierungsphase ausüben können. Während Arbeitnehmer und Selbständige bei vielen Gesellschaften einen leistungsstarken Tarif für ihre Berufsunfähigkeitsversicherung finden dürften, ist die Dienstunfähigkeitsversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel nicht bei allen etablierten Gesellschaften im Portfolio vorhanden.

Welche Berufe Sonderlösungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen

Wer als Arzt, Pilot oder Flugbegleiter arbeitet, benötigt einen auf die Besonderheiten dieser Berufe abgestimmten Versicherungsschutz. Ärzte oder Angehörige der Heilberufe können selbständig oder im Angestelltenverhältnis tätig sein, doch ihre Berufsunfähigkeitsversicherung muss ganz besondere Leistungen enthalten. So muss unter anderem auch das Risiko versichert sein, die Patienten bei einer vorliegenden ansteckenden Erkrankung anzustecken. Ein Arzt kann also mindestens vorübergehend berufsunfähig werden, wenn er an einer ansteckenden Krankheit leidet. Außerdem muss die Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte an den Besonderheiten des berufsständischen Versorgungswerks ausgerichtet sein, welches eine Art der staatlichen Erwerbsminderungsrente für Mediziner zahlt. Piloten und Flugbegleiter haben aufgrund ihres Arbeitsumfeldes ein stark erhöhtes Risiko, ihre Arbeit nicht bis zum Beginn des Rentenalters oder bis zum Beginn der gewährten Übergangsversorgung ausüben zu können. Sie brauchen deshalb eine auf sie abgestimmte Sonderlösung der Berufsunfähigkeitsversicherung . Diese Flugdienstuntauglichkeitsversicherung ist genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten und gewährt einen umfassenden und bezahlbaren Versicherungsschutz gegen den Verlust der Arbeitskraft.

Berufseinsteiger genießen Erleichterungen

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der BU-Tariflandschaft besteht sicher im Eintrittsalter des Versicherten. Auszubildende, Studierende und junge Berufseinsteiger können bei vielen Versicherern eine sogenannte Starter- Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Diese gewährt in der Regel einen vollumfänglichen Versicherungsschutz, die Beiträge bleiben aufgrund des geringen Eintrittsalters aber noch überschaubar. Außerdem sorgen umfangreiche Nachversicherungsgarantien dafür, dass man den Versicherungsschutz mit dem Abschluss der Ausbildung, des Studiums oder nach einem festgelegten Zeitraum nach dem Berufseintritt ohne Gesundheitsprüfung erweitern kann. Zu achten ist bei einer Starter- Berufsunfähigkeitsversicherung darauf, dass der Versicherungsschutz auch in der Anfangsphase weitreichend genug ist, um das Risiko des Arbeitskraftverlustes trotz der geringen Beiträge in den ersten Jahren nach dem Eintritt ins Berufsleben voll abzusichern. Etablierte Fach- und Führungskräfte zahlen mit zunehmendem Alter einen höheren Beitrag, weil auch das Einkommen und die Position dann in der Regel gestiegen sind. Ob eine Starter-Berufsunfähigkeitsversicherung zum Berufseinstieg eine sinnvolle Absicherung ist, kann von einem erfahrenen Versicherungsfachmann beurteilt werden. Alternativ können auch junge Menschen schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Fach- und Führungskräfte abschließen. Die Frage: „Welche Berufsunfähigkeitsversicherung gibt es?“ ist tatsächlich immer aus der Sicht des zu Versichernden zu klären. Grundsätzlich ist das Tariffeld weit gefasst. Doch je nach Berufsgruppe können spezielle Berufsunfähigkeitsversicherungen zur Auswahl stehen.

bt-bu