Wann besteht Berufsunfähigkeit?

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Nach der gängigen Definition der Versicherungsgesellschaft besteht Berufsunfähigkeit, wenn jemand aufgrund einer physischen oder einer psychischen Beeinträchtigung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seiner bisherigen Tätigkeit nachzugehen. Die Beeinträchtigung kann vorübergehend oder dauerhaft sein. In der Regel verlangen die Versicherungsgesellschaften eine Berufsunfähigkeit in Höhe von mindestens 50 Prozent, damit eine vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt wird.

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Krankheitsbedingte Berufsunfähigkeit Dauerhaft ab sechs Monaten

Die Gründe für eine diagnostizierte Berufsunfähigkeit sind unterschiedlich, doch die Tendenz ist seit Jahren ungebrochen steigend. So steht eine Berufsunfähigkeit nach einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Monaten. Ist ein Mitarbeiter also mehr als sechs Monate lang arbeitsunfähig erkrankt aufgrund der gleichen gesundheitlichen Ursache, spricht man von Berufsunfähigkeit. Diese kann auf Dauer festgestellt werden, sie kann allerdings auch vorübergehender Natur sein. In diesem Fall ist die gesundheitliche Prognose so positiv, dass man nach medizinischer Einschätzung davon ausgehen kann, dass der Berufsunfähige seiner angestammten Tätigkeit nach entsprechender Behandlung wieder nachgehen kann.

Krankheiten und Gründe für Berufsunfähigkeit

Die häufigsten Gründe für eine dauerhafte gesundheitliche Arbeitsunfähigkeit liegen in Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats, in bösartigen Tumoren oder in Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. So können Krebserkrankungen, Schlaganfälle oder Herzinfarkte aufgrund der längerfristigen Gesundung zu einer vorübergehenden Berufsunfähigkeit führen. Ist dann der erneute Einstieg ins Berufsleben möglich, wird dieser häufig unter anderen Prämissen und mit einer anderen beruflichen Belastung einhergehen als bisher. So nehmen viele Erkrankte eine vorübergehende Berufsunfähigkeit zum Anlass, ihren Einsatz im Arbeitsleben zu überdenken.

Seit Jahren zunehmend ist allerdings eine andere Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Psychische Erkrankungen und der gefürchtete Burnout sind immer mehr auf dem Vormarsch und machen einen gravierenden Teil der diagnostizierten Berufsunfähigkeit aus. Die Betroffenen fühlen sich den Belastungen des Arbeitslebens nicht mehr gewachsen, Depressionen und psychische Probleme sind die Folge. Nicht selten trifft der Burnout Manager in Top-Positionen oder kompetente und motivierte Mitarbeiter, die den dauerhaften beruflichen Belastungen nicht mehr standhalten können.

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