Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll?

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Diskussion Berufsunfähigkeitsversicherung nimmt wieder Fahrt auf. Jetzt streiten auch Experten über die Sinnhaftigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung.

Es ist eine Auseinandersetzung in den Medien, die die Versicherten massiv verunsichert: Vor wenigen Tagen hatte das Handelsblatt einen Zeitungsbericht veröffentlicht, nach dem eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Berufstätige nicht sinnvoll sei. Die Reaktionen der Versicherungsmakler ließen nicht auf sich warten, sie halten an der Notwendigkeit der Arbeitskraftversicherung fest. Der Streit geht in dieser Woche offenbar in die nächste Runde, denn wie sich zeigt, sind sich auch die Makler untereinander nicht einig, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung nun erforderlich ist oder nicht.

Aktuell ergreifen erste Versicherungsexperten Partei für das Handelsblatt. Ihren Namen wollen sie in den Medien allerdings nicht veröffentlicht sehen. Zur Argumentation führt man aus, dass die BU-Policen der Versicherer das Risiko des Versicherten nicht in vollem Umfang abdecken. Die Statistiken zeigen, dass rund 25 Prozent der Arbeitnehmer im Lauf ihres Arbeitslebens irgendwann einmal ganz oder teilweise nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können. Damit wird die Berufsunfähigkeitsversicherung zwangsläufig zu einer elementaren Versicherung auserkoren.

Die BU-Gegner argumentieren nun, dass zwar Angaben zur Zahl der Verträge und zur durchschnittlichen Höhe der BU-Rente von den Versicherern veröffentlicht werden, doch darüber hinaus gibt es kaum Zahlenmaterial. Damit wird es für einen Versicherungsexperten schwierig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung angemessen zu verkaufen oder den Kunden vernünftig zu beraten.

Und auch die Erfahrungswerte der Experten sprechen nicht immer zwangsläufig für die Notwendigkeit dieser Police. Gerade die BU-Skeptiker sind zum Teil seit Jahrzehnten in der Materie tätig und kennen nur wenige Fälle, in denen die BU-Rente höher ist als die eingezahlten Beiträge der Kunden. Die Offenlegung von relevanten Statistiken könnte nach Einschätzung der Fachleute helfen, die Sinnhaftigkeit dieser Absicherung zu untermauern oder die Diskussion zu versachlichen.

Dagegen allerdings sperren sich die Versicherer und die gesamte Branche. Solange objektive Zahlen fehlen, könnte die Diskussion immer wieder erneut aufflammen. Für Versicherte heißt das, dass sich an ihrer Unsicherheit letztlich auch in Zukunft nichts ändert.

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