Berufsunfähigkeitsversicherung-Optionen: Focus Money mit neuem Test

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In dieser Woche hat Focus Money die häufigsten Optionen zur Berufsunfähigkeitsversicherung genauer untersucht und in einem Bericht hinsichtlich der Sinnhaftigkeit bewertet.

Wie wichtig eine gute Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist, dürfte bei Versicherten hinlänglich bekannt sein. Doch immer häufiger warnen Versicherungsexperten davor, dass die Gesellschaften ihre Tarife für die Berufsunfähigkeitsversicherung mit zusätzlichen Optionen versehen, um Versicherungsprodukte schmackhaft zu machen. In dieser Woche hat Focus Money die häufigsten Optionen genauer untersucht und in einem Bericht hinsichtlich der Sinnhaftigkeit bewertet.

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Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Risikolebensversicherung soll sich in den meisten Fällen lohnen, argumentiert beispielsweise die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Absicherung der Hinterbliebenen für den Todesfall der versicherten Person soll bei diesen Tarifen sehr preiswert sein. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Kapitallebensversicherung zum Aufbau von Vermögen finden die Verbraucherschützer dagegen nicht sinnvoll. Sie empfehlen, den Risikoschutz und den Vermögensaufbau zu trennen, damit der Versicherungsschutz nicht zu teuer wird. Wer nämlich in andere Lösungen als eine Kapitallebensversicherung investiert, hat in der Regel bessere Chancen, attraktive Renditen zu erhalten. Eine Beitragsdynamik zum Schutz gegen Inflation und zur Steigerung der BU-Rente ist wiederum zu empfehlen, während die eigentliche Leistungsdynamik nicht immer angebracht ist. Sie gehört traditionell zu den kostspieligen Optionen, auf die man vielleicht verzichten kann. Ein sehr teures Extra ist die lebenslange Rentenzahlung. Zwar leistet ein Versicherer eine BU-Rente, selbst wenn man in den Ruhestand geht, sofern diese Option abgeschlossen ist. Doch für diesen interessanten Schutz muss der Versicherte mit erheblich höheren Beiträgen rechnen.

Die Verbraucherschützer weisen übrigens darauf hin, dass vor allem die kostenfreien Extras die Spreu vom Weizen trennen. So sollte eine abstrakte Verweisung ausgeschlossen sein. Eine Infektionsklausel sollte im Vertrag berücksichtigt sein, und eine genaue Definition des Begriffs „Dauerhafte Berufsunfähigkeit“ sollte ebenso gegeben sein. Auszeiten im letzten Beruf durch eine Elternzeit oder ein Sabbatical sollten ebenso erlaubt sein wie die Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland und die Akzeptanz von ausländischen Arztberichten. Sofern diese Bedingungen kostenfrei im Versicherungsschutz berücksichtigt sind, ist der Tarif nach Meinung der Verbraucherschützer zu empfehlen.

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