Berufsunfähigkeitsversicherung Kritik Regulierung

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Das Bundesjustizministerium (BMJ) kritisiert Regulierungsprobleme in der Berufsunfähigkeitsversicherung
Eine interessante Diskussion brachte das Bundesjustizministerium (BMJ) vor wenigen Tagen im Zusammenhang mit der Schadenregulierung der Versicherer auf. Im Fokus der Anhörung stand die Regulierungspraxis der Versicherer, sie wurde von den Befragten überwiegend positiv beurteilt. Befragt wurden die Landesjustizverwaltungen, die Bundesressorts, die Verbraucherschützer und die Versicherungswirtschaft. Große Probleme gibt es aber offenbar bei der so wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung.

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Aus der Mitteilung des Justizministeriums geht deshalb auch hervor, dass viele Verbraucher offenbar davor zurückschrecken, einen Prozess gegen ihre Berufsunfähigkeits-Versicherungsgesellschaft zu beginnen. Auch sei es keinesfalls selbstverständlich, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der Interessen zu beauftragen. Deshalb sei es wenig üblich, Ansprüche gegen den Versicherer juristisch geltend zu machen.

Insbesondere bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sei es nicht möglich, ohne fachkundige Unterstützung zum Erfolg zu kommen. Zwar wird das kleinliche Regulierungsverhalten mit den Interessen der Versichertengemeinschaft begründet, weil eine erbrachte Leistung unmittelbar Auswirkungen auf die Entwicklung der Beiträge hat.

Außerdem sei die schnelle Bearbeitung ein wichtiger Faktor zur Sicherung der Position im Wettbewerb, argumentieren die Gesellschaften. Doch gerade bei der so wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung besteht offenbar deutlicher Handlungsbedarf, denn wer nach einer langfristigen Erkrankung berufsunfähig wird, hat bei der Regulierung seiner Ansprüche keine Zeit zu verlieren. Das BMJ weist in seiner Pressemeldung deshalb nachdrücklich auf die Problematik hin.

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