Berufsunfähigkeitsversicherung: Generali überarbeitet Portfolio 2016

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Zukünftig sollen die leistungsstarken Premiumprodukte im Bereich Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Pflege weiter in den Vordergrund rücken.

Ein niedriges Zinsniveau, hohe Belastungen durch die steigende Zinszusatzreserve und die Vorschriften von Solvency II und dem LVRG sind die wichtigsten Herausforderungen, den sich die Lebensversicherer derzeit stellten müssen. Die Generali hat die veränderten Rahmenbedingungen zum Anlass genommen, ihr Produktportfolio im Bereich der Lebensversicherung zu optimieren, um Solvenz und Profitabilität auch langfristig zu gewährleisten. Ab 2016 verzichtet die Gesellschaft auf vorfinanzierte oder kapitalintensive Versicherungslösungen. Dafür sollen die leistungsstarken Premiumprodukte im Bereich Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit und Pflege weiter in den Vordergrund rücken. Die SBU Klassik und die SEU Klassik bleiben ebenso wie die PflegeRente wichtige Bausteine für die Vorsorge. Die SBU Klassik kann um eine Pflegerentenoption erweitert werden, so kombiniert der Versicherte zwei der wichtigsten Absicherungen im Bereich Leben.

Wichtig zu wissen ist, dass die SBU Smart und die SEU Smart ab 01. Januar 2016 für den Verkauf geschlossen werden. Wer diese Verträge noch wählen will, muss die Antragstellung im Jahr 2015 vornehmen. Das späteste Abschlussdatum ist der 31. Dezember 2015, danach werden die Tarife aus der Palette der offenen Versicherungswerke herausgenommen. Für den Tarif SBU Klassik kündigt die Gesellschaft schon jetzt eine Tarifänderung zum 01. April 2016 an. Für genauere Einzelheiten verweist der Versicherer auf eine Informationskampagne, die zum gegebenen Zeitpunkt beginnt und mit umfangreichen Details zum geplanten Versicherungsschutz aufwartet.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Schließung der selbständigen Tarife SBU Smart und SEU Smart. Beide Tarife waren bisher vorrangig für junge Versicherte konzipiert, die sich frühzeitig einen soliden Versicherungsschutz mit Ausbauoption sichern wollen. Es steht zu vermuten, dass diese Tarife nicht rentabel zu führen sind oder für die Versicherten weniger interessant waren. Junge Versicherte und Berufseinsteiger können jetzt auf das klassische Portfolio der selbständigen Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversicherung umsteigen. Hier finden sie aufgrund ihres geringen Einstiegsalters einen interessanten und bezahlbaren Versicherungsschutz gegen den Verlust der Arbeitskraft und der Erwerbsfähigkeit.

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