Berufsunfähigkeitsversicherung: Erheblicher Handlungsbedarf für Versicherte

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BU-Vorsorge – Die Swiss Reinsurance Company zeigte mit einer aktuellen Studie vor wenigen Tagen, dass der größte Teil der Europäer nicht vernünftig gegen eine plötzliche Erwerbsunfähigkeit versichert ist.

Nach einer aktuellen Untersuchung der Swiss Re steht es um die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit in ganz Europa nicht besonders gut: Die Versorgungslücke beträgt in den analysierten Ländern rund 750 Milliarden Euro. Interessant ist allerdings, dass für den Versicherten nicht allein die objektive Versorgungslücke bei der Kaufentscheidung maßgebend ist. Vielmehr geht es einzig und allein darum, ob er sich in seiner gegenwärtigen Situation geschützt oder eher finanziell angeschlagen fühlt. Damit gerät der Ansatz für Versicherungsberater in ein ganz anderes Licht.

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Das Ergebnis des European Insurance Reports 2015 spricht für sich: Die Swiss Reinsurance Company zeigte mit einer aktuellen Studie vor wenigen Tagen, dass der größte Teil der Europäer nicht vernünftig gegen eine plötzliche Erwerbsunfähigkeit versichert ist. Die Studie basiert auf den Antworten von über 13.000 Befragten aus ganz Europa. Die Deckungslücke von rund 750 Milliarden Euro wurde anhand der Annahme ermittelt, dass bei einer Arbeitsunfähigkeit mindestens eine Ersatzleistung von 60 Prozent erforderlich ist.

Deutschland schneidet im Vergleich zu anderen Ländern noch recht gut ab. Interessant ist, dass der Versicherungsbedarf von den Befragten durchaus gesehen wird. Nur zehn Prozent der Teilnehmer fürchten sich vor einem unerwarteten Einkommensentfall nicht, in der Gruppe der 31- bis 45-Jährigen ist die Sorge dagegen besonders groß. Als sehr gut abgesichert empfinden sich die BestAger über 60 Jahre. Und schließlich spielt sogar das Alter eine Rolle bei der Einschätzung der Absicherung, denn berufstätige Frauen sehen einen erheblich größeren Bedarf für einen Versicherungsschutz als die Männer. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es für den Abschluss einer Versicherung nicht maßgeblich ist, ob tatsächlich eine objektive Versorgungslücke besteht. Weitaus wichtiger ist aber, wie sehr man sich finanziell angeschlagen oder abgesichert fühlt. Wer das Gefühl hat, finanziell auf einem soliden Fundament zu stehen, hat offenbar kein großes Bedürfnis, eine zusätzliche Versicherung abzuschließen.

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