Berufsunfähigkeitsrisiko für Pflegekräfte gestiegen

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Risiken für das Pflegepersonal

Das Berufsunfähigkeitsrisiko für Pflegekräfte ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen. Darauf macht ein im April 2014 veröffentlichtes Infoblatt des Webportals finanzen.de aufmerksam, das in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Pflegerat, der Techniker Krankenkasse, dem Deutschen Pflegeverband und unabhängigen Experten erstellt wurde. Es drohe ein Pflegenotstand, so die Studie, wenn die Rahmenbedingungen für Pflegekräfte nicht deutlich verbessert würden. Viele von ihnen steuern auf die drohende Berufsunfähigkeit zu. Typische Risiken und aktuelle Probleme der Branche seien das Zusammenspiel von physischen und psychischen Belastungen, die engen Zeitpläne und die wachsenden Pflegestandards und -vorschriften bei gleichbleibenden oder sinkenden Ressourcen.

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Pflegekräfte am Limit

Alten- und Krankenpfleger arbeiten nicht nur zeitweise oder mancherorts, sondern überwiegend und überall am Limit, so die Studie. Die meisten von ihnen vernachlässigen daraufhin ihre eigene Gesundheit, und zwar weniger aus Idealismus als vielmehr aus zeitlichen und finanziellen Zwängen heraus. Der alternden Gesellschaft drohen dadurch fatale Folgen, denn der Krankenstand und zwangsläufig das Berufsunfähigkeitsrisiko seien kaum irgendwo ähnlich hoch wie in Pflegeberufen. Deren Angehörige scheiden überdurchschnittlich oft mit der Diagnose „Berufsunfähigkeit“ aus dem Arbeitsleben aus, Nachwuchs ist schwer zu finden.

Wenn Quereinsteiger und junge Menschen begeistert werden sollen, müssen die Rahmenbedingungen dringend verbessert werden. Den Betroffenen selbst rät die Broschüre zur rechtzeitigen Vorsorge.

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