Beitragssteigerung GKV und PKV

Die gesetzlichen Krankenkassen und die PKV stehen sich seit einiger Zeit in e inigen Teilen unversöhnlich gegenüber. Die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes für die gesetzliche Krankenkasse (GKV) vom 1. Januar 2011 von 14,9 auf 15,5, soll insgesamt höher sein als die Prämienerhöhungen in der PKV für 2012. PKV Verbandschef Reinhold Schulte hat nun im Handelsblatt-Interview vom 20.03.2012 einige interessante Zahlen vorgebracht, welche aufhorchen lassen. Diese beziehen sich insbesondere auf den Vergleich zwischen PKV und GKV, bezüglich der Entwicklungen der zu zahlenden Beiträge.

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Beitragssteigerungen der Krankenversicherungen
Gerade die Frage zu PKV Beitragserhöhungen im zweistelligen Bereich für einige Kunden, wurde hier zum Anstoß für den Vergleich der Beiträge der beiden Krankenversicherungssysteme. Hierbei wurde zunächst der map-report genannt, welcher errechnet haben soll, dass die Erhöhungen bei den analysierten Unternehmen der Krankenvollversicherung für 2012 bei durchschnittlich zwei Prozent lag. Um einen Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse herzustellen, wurde die Anhebung des allgemeine Beitragssatzes vom 1. Januar 2011 von 14,9 auf 15,5 Punkte herangezogen. Diese Anhebung des Beitragssatzes für die gesetzlichen Krankenkasse, soll eine Mehrbelastung von etwa vier Prozent darstellen. Interessant war in diesem Zusammenhang die Aussage, dass die Beitragsentwicklung für die private Krankenversicherung und der GKV in den vergangenen 10 Jahren nahezu gleich ist. Die Aussage hinsichtlich der Steuersubventionen von rund 14 Milliarden Euro, welche die GKV beziehen soll, dürfte gerade auf Seiten der gesetzlichen Kassen für Unmut sorgen. Denn ohne diese Subventionen, so die Darstellung, müsste der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse neuerlich um etwa zehn Prozent angehoben werden.

Tipps der Redaktion:

Private Krankenversicherung in den Medien

Die Anbieter der privaten Krankenvollversicherung sahen sich in der Vergangenheit mit heftiger Kritik konfrontiert. Neben den Provisionen auf Maklerseite, der Intransparenz bei Tarifwechsel (Wir berichteten: DKV vereinfacht PKV Tarifwechsel; 25. März 2012) und den Billigtarifen, waren insbesondere die Preissteigerungen Stein des Anstoßes. Mittlerweile haben sich hierzu eine Reihe von Akteuren zu Wort gemeldet und als Fürsprecher oder als Gegner Stellung bezogen. Gerade die vom Map Report zitierten Zahlen zeigen zunächst ein deutlich weniger bedrohliches Bild, so dass im Preisvergleich die GKV nicht deutlich geringere Steigerungen für sich verbuchen kann. Auch bei einem Blick auf die Gesamtsituation der Beitragsentwicklung für die PKV, scheinen doch einige Medien zu stark zu reagieren. So sollen laut Reinhold Schulte 45 Prozent aller PKV Tarife überhaupt nicht von Beitragssteigerungen betroffen worden sein.

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