Beeindruckender Therapieansatz bei zu hohem Blutdruck

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Das Ergebnis der Studie zeigte, dass durch den niedrigeren Blutdruck-Wert von 120 mmHg ein Viertel weniger Todesfälle und ein Drittel weniger Schlaganfälle, Herzinfarkte und Herzversagen auftraten.

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Gerade wurde eine aktuelle, amerikanische Bluthochdruck-Studie vorzeitig beendet, da man die sensationellen Ergebnisse möglichst rasch veröffentlichen will. In der Studie ging es um die Absenkung des systolischen Wertes bei Patienten mit Bluthochdruck. Dabei wurde der Blutdruck, entgegen der bisher weltweit geltenden Leitlinien, auf 120 mmHg gesenkt und nicht, wie zur Zeit üblich, auf einen Wert um 140 mmHg eingestellt.

Ein Mix aus Medikamenten macht das möglich

Die teilnehmenden Probanden waren alle über 50 Jahre alt und hatten bereits ein Herz-Kreislaufproblem. Sie wurden in zwei Gruppen unterteilt. Bei der ersten Gruppe senkte man den systolischen Blutdruck-Wert auf 120 mmHg. Das wurde mit eine Kombination aus drei verschiedenen Medikamenten erreicht. Bei der zweiten Gruppe beließ man es bei der herkömmlichen Therapie und pendelte damit den Wert auf 140 mmHg ein.

Sensationelles Ergebnis der Studie

Das Ergebnis der Studie zeigte, dass durch den niedrigeren Blutdruck-Wert von 120 mmHg ein Viertel weniger Todesfälle und ein Drittel weniger Schlaganfälle, Herzinfarkte und Herzversagen auftraten.

Nutzen größer als Schaden?

Mit dem Medikamenten-Cocktail erreichte man bei der ersten Gruppe zwar ein rasches Absinken des Blutdrucks auf den gewünschten Wert, aber leider traten zum Teil erhebliche Nebenwirkungen auf. Die Betreuung der ersten Gruppe war daher auch sehr intensiv und engmaschig angelegt. So ließen sich die auftretenden Nebenwirkungen rascher erkennen und entsprechend behandeln.

Eine ständige Überwachung des Patienten sollte daher auf jeden Fall während der gesamten Laufzeit einer Therapie beibehalten werden.
In den gravierenden Nebenwirkungen, bedingt durch die Einnahme der Medikamenten-Kombination zur Absenkung des Blutdrucks, liegt der größte Nachteil der Therapie. Patienten, die auf diese Art und Weise behandelt werden, müssen mit erheblichem Abfall des Blutdrucks, Kreislaufkollaps, aber auch mit Nierenschäden rechnen. Trotzdem scheint der Nutzen der Therapie deutlich größer zu sein als das Risiko. Jeder so behandelte Patient muss unbedingt absolut intensiv und individuell betreut werden.

Auch die jüngere Generation, deren systolischer Blutdruck höher als 110 bis 120 mmHg liegt, sollte so früh wie möglich etwas dagegen tun. Dadurch lässt sich verhindern, dass die Gefäße bereits im mittleren Alter geschädigt sind.

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