Barmer forciert psychotherapeutische Betreuung

Erst vor wenigen Tagen fasste es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit wenigen Worten treffen zusammen:Eine körperliche Gesundheit ohne seelische Gesundheit gibt es nicht. Immer mehr sehen Ärzte gesundheitliche Probleme nicht mehr nur nach dem klassischen Ansatz der Schulmedizin, denn immer mehr fließen heute auch Erkenntnisse der Psycho-Neuro-Immunologie ein. Ging die Medizin bisher von einer Trennung von Körper und Psyche und Seele aus, wird diese Trennung mehr und mehr aufgehoben. Dagegen finden Aspekte der Hirnforschung, der Hormonforschung, der Psychosomatik, der Verhaltenstherapie und der Burn-out-Forschung immer mehr Eingang in die klassische Medizin.

Anstieg Psychische Erkrankungen
Tatsächlich werden psychische Erkrankungen immer mehr zu einer Herausforderung in unserem Gesundheitssystem, und das gilt ganz unabhängig davon, ob man privat oder gesetzlich versichert ist. Denn eine Studie der Barmer GEK brachte nun an den Tag, dass seelische Krankheiten mit 16 Prozent schon auf Platz zwei der Gründe einer Arbeitsunfähigkeit liegen. Lediglich die Muskel-Skelett-Erkrankungen machen mit 22 Prozent einen noch höheren Anteil aus. Deshalb wird die Barmer die Behandlung seelischer Erkrankungen zukünftig verstärkt in ihr Portfolio aufnehmen. Denn in einer Dienstleistungsgesellschaft dürfte die Zunahme des Anteils von seelischen Erkrankungen noch weiter zunehmen. Und tatsächlich sieht es derzeit auch danach aus.

Prävention gewinnt an Bedeutung

Allen voran die Prävention soll stärker in den Mittelpunkt gerückt werden. Tatsächlich dürfte das ein interessanter Ansatz werden, und auch die privaten Krankenversicherer dürften sowohl mit ihren PKV Tarifen als auch mit den Zusatzkrankenversicherungen an dieser Stelle aufhorchen. Sie erstatten unter Umständen die eine oder andere psychotherapeutische Maßnahme, die von den gesetzlichen Kassen bisher kaum gezahlt werden.

In welchen Umfang Versicherte der Vollversicherung Leistungen aus dem psychotherapeutischen Bereich in Anspruch nehmen können, hängt üblicherweise vom gewählten Leistungsumfang ab, welcher so dann auch Einfluss auf den Preis für die private Krankenversicherung hat.

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