Auswirkung Darmbakterien auf Appetit

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Foto: ©iStock.com/Tempura
Studie: Bakterien sollen an der Regulation des Appetits beteiligt sein, indem sie den Organismus dazu bringen, bestimmte Sättigungs-Hormone aus der Darmwand freizusetzen.

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Schlanke Menschen sollen in ihrem Darm eine etwas andere Zusammensetzung der Bakterien haben als Übergewichtige Menschen. Es ist also durchaus denkbar, dass bestimmte Keime des Darms unser Essverhalten bestimmen. Die sogenannten E. coli-Bakterien stellen nach einer Mahlzeit gewisse Proteine her. Diese E. coli-Proteine sorgen dann dafür, dass das Gehirn ein Signal erhält und wir uns satt fühlen.

Wie funktioniert das genau?

Der Keim E. coli vermehrt sich nach der Zufuhr von Nährstoffen im Darm und setzt dadurch Proteine frei. Eine Studie, die an Mäusen durchgeführt wurde, soll zeigen, dass dieser Vorgang den Appetit hemmt. Daraus schließen Wissenschaftler nun, dass sich Bakterien an der Regulation des Appetits beteiligen, indem sie den Organismus dazu bringen, bestimmte Sättigungs-Hormone aus der Darmwand freizusetzen. Die Darmbakterien produzieren genau dadurch Proteine, die über das Blut in das Gehirn gelangen. Dort aktivieren sie Hirnzellen. Wird keine Nahrung aufgenommen, entsteht ein Hungergefühl, da die bakteriellen Signale im Gehirn ausbleiben.

Die Wissenschaftler wollten nun herausfinden was passiert, wenn sie die Wachstumsbedingungen der Bakterien im Darm manipulieren. Sie züchteten im Labor Kulturen mit bestimmten Nährstoffen und verabreichten sie Mäusen. Bereits nach zwanzig Minuten kam es bei den Tieren zu einer raschen Zellvermehrung und die Proteinproduktion begann, die Mäuse aßen weniger. Man vermutet, dass zahlreiche, verschiedene Arten von Darmbakterien an der Hemmung des Appetits beteiligt sind.

Fazit:
Weitergehende Untersuchungen dieser neu gewonnenen Erkenntnisse könnte dazu beitragen Essstörungen aufzuklären. So wären dann individuelle Therapien möglich, die dazu dienen eine gestörte Darmflora wieder zu normalisieren.

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Quelle: www.wissenschaft-aktuell.de

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