Ausgaben für die Gesundheit steigen

Die Kosten für die Gesundheit sind bei der Auswertung für 2010 auf ein Rekordwert gestiegen. So veröffentlichte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die neuen Werte und zeigte einen Anstieg der Ausgaben für die Gesundheit, im Vergleich zum Jahre 2009, von rund 3,2 Prozent. Insgesamt lagen die Ausgaben bei etwa 287 Milliarden Euro wobei die gesetzliche Krankenversicherung den größten Anteil der Kosten beansprucht.

Entwicklung Ausgaben und Kosten im Gesundheitsbereich
Regelmäßig wenn die Kosten und damit der Beitrag für die Private Krankenversicherung steigt, werden Verantwortliche der PKV nicht Müde auf die steigenden Kosten in der Gesundheitsversorgung hinzuweisen. Beinahe könnte man das Gefühl haben, dass diese Stimmen in der Vergangenheit regelmäßig überhört wurden und es in der Kostendiskussion eher um politische Ziele geht. Erst kürzlich berichteten wir in diesem Zusammenhang über die steigenden Kosten bei Arzneimittelausgaben (Steigende Kosten in der Krankenversicherung; 2. April 2012) und die Faktoren für steigende Kosten, welche sowohl die gesetzlichen Krankenkassen als auch die privaten Krankenversicherungen betreffen. In diese Diskussion wird dann gerne ein Preisvergleich der Krankenversicherungssysteme herbeigeholt, um das eine oder andere Lager dementsprechend anzugreifen. Nun zeigt sich, dass die Ausgaben für die Gesundheit stetig steigen und bei der derzeitigen demografischen Entwicklung dürfte die Steigerung der Kosten sich für alle noch fortsetzen.

Gesetzliche Krankenversicherung mit größten Kostenanteil


Die gesetzliche Krankenversicherung zieht mit 165,5 Milliarden Euro den größten Teil der Kosten für die Gesundheitsversorgung auf sich. Das zeigt, in welchen Umfang auch die gesetzlichen Krankenkassen von den steigenden Kosten der Gesundheitsversorgung betroffen sind.

Starke Kostensteigerungen bei Pflege und privaten Haushalten und Organisationen

Die Pflegeversicherung musste die höchsten Zuwachsraten hinnehmen. Dabei sind die Kosten nun auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen. Insbesondere hier dürfte vermutlich die immer älter werdende Bevölkerung seine Wirkung langsam entfalten. Und trotz der steigenden Ausgaben für die Pflege, scheint es so als würden diese höheren Ausgaben den benötigten Leistungen noch längst nicht gerecht werden. Und so wird regelmäßig über Reformmöglichkeiten in der Pflegeversicherung diskutiert. Letztmalig hatte sich auf politischer Seite die SPD zu Wort gemeldet und Leistungserweiterungen für die Pflegeversicherung angedacht. Insbesondere Demenzerkrankungen sollen dabei im Fokus stehen (Wir berichteten: Politische Vorschläge zur Pflegeversicherung; 28. März 2012).

Neben der Pflegeversicherung mussten auch die privaten Haushalte und Organisationen hohe Ausgabensteigerungen für die Gesundheit hinnehmen. Diese stiegen auf insgesamt 39 Milliarden Euro, was eine Steigerung von rund 4,3 Prozent bedeutet.

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