Auch Rentner können PKV-Beiträge senken

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Rentner müssen im Alter mit PKV-Beiträgen rechnen, welche um gut 30 Prozent über den PKV-Prämien für jüngere Versicherte liegen.

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Privat Versicherte sehen sich immer wieder mit steigenden Beiträgen für ihren Versicherungsschutz konfrontiert. Nach aktuellen Untersuchungen müssen Rentner bis zum Alter von 75 Jahren durchschnittlich mit Kosten von bis zu 7.800 Euro pro Jahr für ihre Versicherung einschließlich der Selbstbeteiligung zahlen. Bei den Versicherten über 75 Jahren liegen die Beiträge sogar bei rund 8.700 Euro im Jahr. Erstmals werden damit konkrete Zahlen veröffentlicht, welche belegen, wie es um die Beiträge von Rentnern in der privaten Krankenversicherung bestellt ist.

Im Vergleich muss die Altersgruppe der unter 45-Jährigen nur rund 5.950 Euro jährlich bezahlen. Diese Zahlen basieren auf den Angaben von Versicherten aller Altersklassen, und sie belegen, dass Rentner im Alter mit Beiträgen rechnen müssen, die um gut 30 Prozent über den PKV-Prämien für jüngere Versicherte liegen.

Ungeachtet solcher Zahlen weisen aktuelle Studien darauf hin, wie es um die Kundenberatung der PKV-Versicherer im Fall einer Beitragserhöhung bestellt ist. Nicht selten erfahren die Versicherten eine äußerst schlechte Unterstützung, wenn wieder einmal eine Beitragserhöhung ansteht. So wird häufig empfohlen, den Selbstbehalt weiter zu erhöhen. Auch ein Wechsel in den Basistarif sei dann sinnvoll. Seriöse Vertreter werden ihre Kunden allerdings nicht auf einen Wechsel in den Basistarif hinweisen. Dieser führt allenfalls zu geringfügig niedrigeren Beiträgen, die Leistungen dagegen sind meist gravierend schlechter.

Ältere Versicherte, die aufgrund von Beitragssteigerungen einen Weg zur Reduzierung ihrer PKV-Kosten suchen, sollten sich in jedem Fall auf den Paragraphen 204 des Versicherungsvertragsgesetzes berufen. Erhöht der Versicherer nämlich die Kosten, steht dem Versicherten ein Wechsel in einen günstigeren Tarif mit gleichen Leistungen zu.

Versicherte über 60 Jahren müssen von ihrer PKV-Gesellschaft im Fall einer Beitragsanhebung sogar explizit auf dieses Wechselrecht hingewiesen werden. Wer nach Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes in einen günstigeren Tarif wechselt, kann für bessere Leistungen einen Leistungsausschluss vereinbaren, alternativ kann eine Gesundheitsprüfung akzeptiert werden. Letztlich sollten die Beiträge aber immer günstiger sein, während die Leistungen mindestens vergleichbar sein müssen. Allerdings müssen sich Versicherte darauf einstellen, den angestrebten Tarifwechsel mit aller Konsequenz bei ihrer Gesellschaft einzufordern.

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