ASS Hautkrebsrisiko bei Männern

ASS Hautkrebsrisiko
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ASS Hautkrebsrisiko – Doppeltes Hautkrebsrisiko bei Männern durch ASS? Eine aktuelle Studie soll zeigen, dass ASS das Hautkrebs-Risiko bei Männern verstärken kann, wenn der Gerinnungshemmer regelmäßig eingenommen wird.

Acetylsalicylsäure, also ASS wird von vielen Menschen regelmäßig eingenommen, um das Risiko zu minimieren einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden. Man sagt sogar, dass diese Therapie auch vor bestimmten Krebsarten schützen kann. Im Hinblick auf Hautkrebs sieht das allerdings anders aus.

Studie ASS Hautkrebsrisiko

Eine aktuelle Studie soll zeigen, dass ASS das Hautkrebs-Risiko bei Männern verstärken kann, wenn der Gerinnungshemmer regelmäßig eingenommen wird. Bei schwarzem Hautkrebs erhöhte sich das Risiko sogar um beinahe das Doppelte, wenn ASS einmal täglich eingenommen wurde. Interessanterweise gilt dies aber nur für Männer, bei Frauen konnte man kein erhöhtes Risiko feststellen. Daher wollten die Forscher der Sache genauer auf den Grund gehen und begleiteten für ihre Studie über einen Zeitraum von fünf Jahren annährend 200.000 Personen, die zu Beginn der Untersuchung ohne Hautkrebs waren. Von diesen Probanden nahmen 1.187 täglich ASS ein. Die Wissenschaftler erhofften sich von den Ergebnissen eine Ursache dafür zu finden, dass Männer Hautkrebs entwickeln, wenn sie regelmäßig ASS einnehmen.

Studie ASS Hautkrebsrisiko: Das Ergebnis

Eine Erklärung dafür, dass nahezu nur Männer vom schwarzen Hautkrebs betroffen sind, wenn sie regelmäßig ASS einnehmen, könnte daran liegen, dass sie weniger schützende Enzyme haben als dies beim weiblichen Geschlecht der Fall ist. Es führt nämlich zu oxidativen Zellschäden, wenn Superoxid-Dismutase oder Katalase fehlen. Trotz dieser ungünstigen Ergebnisse raten die Wissenschaftler Männern nicht dazu, ihre Therapie mit ASS abzubrechen. Vielmehr sollte man sie über das Risiko von zu viel UV-Strahlung unterrichten. Auch eine Aufklärung über den richtigen Sonnenschutz wäre sinnvoll sowie der Hinweis darauf, dass Solarien sich ungünstig auf das Hautbild auswirken. Anzuraten wäre auch die regelmäßige Konsultation bei einem Hautarzt.

Überrascht waren die Forscher von den Resultaten dennoch, hatte sich der Wirkstoff ASS bis zum Zeitpunkt der Studie doch als Risikohemmer bei anderen Krebsarten wie Darmkrebs, Magenkrebs, Prostatakrebs und Brustkrebs gezeigt.

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