Aspirin – Nicht für Jedermann zur Vorbeugung empfohlen

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Foto: ©iStock.com/Sashkinw
Aktuell wird von Wissenschaftlern darüber diskutiert, welchen Nutzen Aspirin dem an sich gesunden Menschen bringt, wenn er es vorbeugend einnimmt.

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Viele von uns nehmen Aspirin auch gerne täglich zur Vorbeugung ein. Das tut aber noch lange nicht jedem von uns gut und manche Menschen riskieren dadurch sogar erhebliche Nebenwirkungen. Jeder kennt Aspirin, es ist “der” Name, der genannt wird, wenn man ein Schmerzmittel meint. Auch wenn es heute weit über 500 Arzneimittel gibt, die ebenfalls den Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten, gibt es eben kein bekannteres Medikament für uns als Aspirin. Man sagt ihm nach, dass es vor Schlaganfall, Herzinfarkt und Darmkrebs schützen soll. Wer Kopfschmerzen hat oder seinen Kater bekämpfen will, greift sowieso immer wieder gerne darauf zurück.

Doch so harmlos ist das 120 Jahre alte Mittel allerdings oft nicht. Derzeit wird von Wissenschaftlern und Ärzten heftig darüber diskutiert, welchen Nutzen Aspirin dem an sich gesunden Menschen eigentlich bringt, wenn er es sozusagen vorbeugend einnimmt.

Die US-Preventive Services Task Force (USPSTF), wo sich Ärzte und Experten mit dem Thema Vorsorge und Gesundheit beschäftigen, hat jetzt eindeutige Empfehlungen zur Vorbeugung mit Aspirin gegeben.

In den USA nehmen fast 40 Prozent aller Erwachsenen über 50 Jahren regelmäßig Aspirin. Zur Einnahme von Aspirin wird aber nur den Erwachsenen geraten, die nachweisbar ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen haben. Gehört man nicht zu dieser Risikogruppe und nimmt dennoch regelmäßig Aspirin ein, kann das unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen.

Denn Aspirin verflüssigt das Blut und hemmt dadurch die Gerinnung der Blutplättchen. Kommt es zu plötzlichen Blutungen, besonders im Verdauungstrakt, aber auch im Gehirn, kann das sehr gefährlich werden, weil die Blutungen nur sehr schwer zu stoppen sind.

Die Vorsorge-Task-Force in den USA hat aus diesem Grund ihre Empfehlungen zu der Einnahme von Aspirin sorgsam neu eingestuft. Sie empfiehlt nur noch den Patienten die tägliche, niedrig dosierte Aspirin-Einnahme, wenn ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Leiden deutlich erhöht ist. Nur in diesen Fällen ist der Nutzen der täglichen Einnahme von Aspirin größer, als die eventuell entstehenden Schäden.

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