Arbeitsflexibilisierung mit Folgen für die Gesundheit

AOK mit neuer Studie zur Gesundheit am Arbeitsplatz – Eine aktuelle Studie der AOK bringt es an den Tag: Berufstätige, die täglich zu ihrem Arbeitsplatz pendeln und einen längeren Anreiseweg in Kauf nehmen müssen, riskieren ihre Gesundheit. Nimmt man noch die ständige Erreichbarkeit und häufige Überstunden hinzu, sind nach dem Fehlzeiten-Report 2012 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK psychische Beschwerden die unvermeidbare Folge.

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Arbeitsflexibilität hat Grenzen
Nur konsequent ist deshalb die Forderung, dass Flexibilität ihre Grenzen hat, denn kann man Beruf und Freizeit nicht mehr miteinander vereinbaren, nehmen die Symptome wie Erschöpfung, Niedergeschlagenheit oder Kopfschmerzen überdurchschnittlich zu. Erst kürzlich hatte in einen ähnlichen Zusammenhang eine australische Studie ähnliche Ergebnisse ermittelt.

Aktuelle Zahlen

  • Über 30% der Arbeitnehmer sind auch außerhalb der Arbeitszeiten auf Kommunikationswegen wie Email oder Telefon erreichbar und erhalten dementsprechend Nachrichten.
  • Über 30% der befragten leisten Überstunden
  • Über 10% nehmen Arbeit mit nach Hause, um sie dann in der Freizeit zu verrichten
  • Über 10% der befragten Arbeitnehmer arbeiten auch am Sonntag oder an Feiertagen
  • Über 10% der Arbeitnehmer gaben an, dass es zunehmend schwer ist, Arbeit und Freizeit miteinander zu vereinen. Dementsprechend hat eine gleich große Gruppe angegeben, Freizeitaktivitäten für die Arbeit ändern zu müssen.
  • Etwa 20% der befragten, können auch während der arbeitsfreien Zeit nicht die abschalten und sind dementsprechend gedanklich weiterhin bei der Arbeit

Ein starker Anstieg von psychischen Erkrankungen und der Diagnose Burn-out, lässt dementsprechend einen Zusammenhang zwischen der Arbeitsintensität und den Übergreifen in den privaten Bereich vermuten.

Pendeln in der Bahn oder im Auto?

Völlig offen lässt die Studie allerdings, ob das Pendeln in der Bahn oder im Auto für die Betroffenen zu mehr Stress führt. Hier liegt die Vermutung nahe, dass das Stressempfinden maßgeblich durch das persönliche Empfinden gesteuert wird. Was bleibt, ist die Aufforderung der AOK an alle Arbeitnehmer mit einem längeren Anreiseweg, mindestens auf die gebotenen Vorsorgeuntersuchungen zu achten. Sie können helfen, drohende Erkrankungen schon frühzeitig zu entdecken.

Entspannungstechniken und Sport für die Gesundheit

Auch das Angebot von Entspannungstechniken, Sport und ähnlichen Freizeitbeschäftigungen sollte verstärkt wahrgenommen werden – im Interesse der eigenen Gesundheit und im Interesse geringerer Kosten für die resultierenden Folgeschäden bei allen Krankenversicherern.

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