AOK-Studie: Hohe Wechselbereitschaft in der PKV?

menschen-bueroGlaubt man einer aktuellen Studie der AOK, wollen knapp 30 Prozent der PKV-Versicherten zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Das zumindest ist das Ergebnis einer AOK-Befragung, die kürzlich im Rahmen des 24. Berliner Versicherungswissenschaftlichen Fachgesprächs von Vertretern beider Versicherungssysteme diskutiert wurde. Weitere Themen waren die zukünftigen Zuständigkeiten für Zusatzangebote, Wahltarife und ergänzende Versicherungsbausteine.

[KV Vergleich]

Geht es nach dem Vorstand des AOK-Bundesverbands, sollte die Wechselmöglichkeit von der PKV in die GKV und umgekehrt ohne jegliche Einschränkungen möglich sein. Untermauert wird diese Forderung wiederum von der genannten AOK-Studie, die vordergründig auf die Wechselbereitschaft der PKV-Versicherten hinweist. Allerdings unterstreicht die private Krankenversicherung mit ebenso repräsentativen Umfragen, dass über 96 Prozent der Versicherten zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer Versicherung sind. Über 20 Millionen Versicherte aus der GKV würden danach gerne in der PKV versichert sein, sofern das System dies zulassen würde. Trotzdem lehnen sowohl die PKV- als auch die GKV-Vertreter eine Bürgerversicherung ab, vielmehr solle das Nebeneinander von PKV und GKV durchaus aufrechterhalten werden. Dazu allerdings müssten einige GKV-Bedingungen den PKV-Regelungen noch weiter angepasst werden. Wahltarife sieht man zukünftig ausschließlich in der privaten Krankenvollversicherung, nicht aber in der GKV. Wie der Gesetzgeber mit diesen Vorschlägen aus Berlin umgeht, bleibt abzuwarten.

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