AOK möchte Praxisgebühr beibehalten

Die Praxisgebühr ist seit seiner Einführung in der Kritik. Mit der guten Haushaltslage der gesetzlichen Krankenkassen werden die Stimmen gegen die Praxisgebühr jedoch immer zahlreicher und lauter. Und so beschäftigt sich mittlerweile auch die Bundesregierung mit dem Thema. Daneben haben bereits einige Krankenkassen reagiert und Rückerstattungen bzw. Prämien angekündigt. Die AOK bleibt bisher jedoch bei ihrer Position gegen eine Abschaffung.

Praxisgebühr bröckelt

Erst in der vergangenen Woche hatte die Bergische KK die Abschaffung der Praxisgebühr verkündet und einen Plan zur Erstattung selbiger vorgelegt. Beinahe zeitgleich hatte auch die KKH Allianz ähnliche Pläne zur Erstattung der Praxisgebühr vorgelegt. Kurz zuvor war bereits eine der großen Krankenkassen, die Techniker Krankenkasse (TK), mit einer eigenen Lösung zur Verwendung der Überschüsse angetreten. Dabei stehen den Versicherten laut Medienberichten Prämien von über 100 Euro in Aussicht. Damit dürfte die Techniker Krankenkasse aktuell das attraktivste Angebot bereitstellen. Obgleich es nun langsam den Anschein hat als würden sich die Kassen von den Einnahmen durch die Praxisgebühr trennen können, so bleibt der AOK-Bundesverband weiterhin diesen Ansinnen ablehnend gegenüber.

AOK argumentiert gegen Abschaffung der Praxisgebühr

Die Argumentation stützt sich hierbei weiterhin auf potentiell wirtschaftlich schwächere Jahre, für die ein ausreichendes finanzielles Polster benötigt würde. Daneben wird argumentiert, dass die Überschüsse in eine bessere Gesundheitsversorgung investiert würden. Beide Aussagen widersprechen sich jedoch. Ein wenig hat es den Anschein als würde die AOK sich noch nicht mit den Gedanken anfreunden können, von den liebgewonnenen Zusatzeinnahmen durch die Praxisgebühr, sich zu verabschieden. Mittlerweile sprechen jedoch viele Faktoren dafür, dass die Politik in dieser Frage bald reagieren wird; Insbesondere da das Wahljahr bevorsteht.

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