AOK mit Studie gegen PKV

Die AOK nimmt erneut die Private Krankenversicherung ins Visier und möchte mittels einer Studie die Schwächen der PKV aufzeigen – Die Studie der AOK konzentriert sich dabei insbesondere auf die finanzielle Entwicklung der privaten Versicherer und den damit potentiellen Auswirkungen auf die Beiträge der privatversicherten Mitglieder. Damit zielt diese Studie auf das vermutlich am häufigsten diskutierte Thema der privaten Krankenvollversicherung.

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Überblick Aussagen der AOK Studie

Die Studie der AOK zur privaten Krankenversicherung scheint gerade dort seinen Fokus zu setzen, wo die PKV ein relativ uneinheitliches Bild abgibt. Auf der einen Seite kann die private Krankenversicherung mit einer ganzen Reihe von Spezialtarifen deutlich günstigere Beiträge als die gesetzliche Krankenkasse anbieten. Diese werden in der Regel als Einsteigertarife bezeichnet und dürften im Krankenkassenpreisvergleich recht gut abschneiden. Die relative Leistungsschwäche dieser Tarife bietet jedoch immer wieder Angriffsflächen für die Kritiker der PKV. Auf der anderen Seite bietet die Krankenvollversicherung auch die Leistungsstarke Absicherung mit vielen zusätzlichen Leistungen. Die entsprechenden PKV Tarife sind dann auch üblicherweise hinsichtlich des Beitrags höher als die der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Studie der AOK geht insbesondere davon aus, dass die private Krankenversicherung finanziell für die Zukunft nicht ausreichend gerüstet ist. Dabei sollen gerade die Einnahmen der Versicherer zu gering sein. Damit wird bereits eine zukünftige Beitragssteigerung der PKV vorweggenommen. Die genannten Hauptgründe für eine nicht ausreichende finanzielle Ausstattung sind nicht neu. So werden erneut steigende Ausgaben für Ärzte, Arzneimittel und Kliniken genannt. Daneben wird auf die Krise des Euros und der demografischen Entwicklung hingewiesen. Zu guter letzt werden auch die niedrigen Zinsen aufgezählt, welche zu niedrige Erträge für die Kassen erwirtschaften.

Warum eine PKV Studie durch die AOK

Außenstehende dürften sich verwundert fragen, weshalb eine gesetzliche Krankenkasse eine Studie bzw. Analyse über die private Krankenversicherung erstellt. Aber auch für Branchenkenner ist diese Handhabe mit unter nicht ganz einleuchtend. Vermutungen dürfte es viele geben, jedoch im Kern könnte man fast annehmen, dass diese Studie lediglich zur Diskreditierung der PKV angefertigt wurde. Und so kann auch diese Studie bei Verbrauchern für langfristige Vertrauensverluste gegenüber der privaten Krankenversicherung führen. Denn die Studie befasst sich mit langen Zeiträumen und zeichnet ein Bild von Beitragssteigerungen, so dass Versicherte eher abgeschreckt werden könnten. Es scheint fast so, dass gerade hier die private Konkurrenz mit solchen Mitteln ein Schnippchen geschlagen werden soll. Grundsätzlich zeichnet es kein positives Bild, wenn der Wettbewerb auf einen solchen Niveau geführt wird. Auch für Verbraucher bietet diese Handhabe keinerlei Vorteile. Es wäre schön, wenn die Konkurrenten sich den Wettbewerb fair stellen und gute Leistungen sprechen lassen, statt Studien über Ihre Konkurrenten zu erstellen.

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