AOK: Handlungsbedarf bei Gesundheitskompetenz

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Menschen mit einer wenig ausgeprägten Gesundheitskompetenz sollen eher zu einer ungesunden Lebensweise neigen.

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Es ist eine erschreckende Hypothese, die Mediziner aufstellen: Menschen mit einer wenig ausgeprägten Gesundheitskompetenz neigen zu einer ungesunden Lebensweise und setzen die empfohlene Therapie ihres Arztes erst gar nicht um. Das zumindest ist die Ansicht einer Versorgungsexpertin von der Universität Bielefeld. Die Ärzteschaft ist deshalb ebenso wie die gesetzliche Krankenversicherung dringend gehalten, durch mehr Information und Beratung für Abhilfe zu sorgen. Im schlimmsten Fall kann sich eine geringe Gesundheitskompetenz nach Meinung der Wissenschaftler auf die Behandlung im Krankheits- und Pflegefall auswirken. Deshalb muss die GKV dafür sorgen, dass diese Personen eine bessere und verständlichere Beratung erhalten.

Beratungsstellen und Informationsunterlagen müssten noch stärker auf die Bedürfnisse dieser Menschen zugeschnitten werden, damit ein empfohlener Therapievorschlag die Betroffenen auch sicher erreicht und in die Praxis umgesetzt werden kann. Die Meinung der Expertin von der Uni Bielefeld basiert auf einer Studie, die kürzlich das Wissenschaftliche Institut der AOK veröffentlicht hat.

Über 14 Prozent der gesetzlich Versicherten gaben an, sich selbst für unzureichend informiert zu halten, wenn es um die Frage nach der Gesundheitskompetenz geht. Über 45 Prozent der Befragten waren der Meinung, ihre Gesundheitskompetenz sei problematisch. Für beide Gruppen erweist es sich als schwierig, ausreichend Informationen über die Symptome von Erkrankungen zu erhalten, und 30 Prozent der Versicherten verstehen die Informationen aus den Medien nicht.

Die AOK fühlt sich angesichts dieser Ergebnisse alarmiert. Zwar weist man auf das weitreichende Informationsprogramm im Internet hin, doch offenbar besteht hier noch viel mehr Handlungsbedarf als bisher angenommen.

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