Antidepressiva plus Schmerzmittel – Risiko für Hirnblutung kann steigen

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Die Studie untersuchte die Auswirkungen, die eine gleichzeitige Einnahme der beiden Wirkstoffe zur Folge haben kann.

Wer Antidepressiva mit bestimmten Schmerzmitteln zusammen einnimmt, kann unter Umständen, innerhalb kürzester Zeit, eine gefährliche Hirnblutung erleiden. Eine, jüngst in Korea durchgeführte Studie kam zu diesem alarmierenden Ergebnis. Die Studie untersuchte die Auswirkungen, die eine gleichzeitige Einnahme der beiden Wirkstoffe zur Folge haben kann.

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Nach Meinung der Forscher ist bei der zeitgleichen Verabreichung von Antidepressiva und gewissen Schmerzmitteln äußerste Vorsicht angebracht. Die Studie ergab, dass eine kombinierte Einnahme von Mitteln gegen Depressionen mit den Schmerzmitteln aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) die Gefahr eine Hirnblutung zu erleiden deutlich steigert. Die Untersuchung zeigte auch, dass besonders Männer davon betroffen sind.

Es gibt bereits frühere Studien, die ebenfalls die Gefahren einer kombinierten Einnahme von Antidepressiva mit Acetylsalicylsäure, Ibuprofen oder Diclofenac aufzeigen. Die koreanische Untersuchung bestätigt dies nun noch einmal nachhaltig.

Das Ergebnis der neusten medizinischen Analyse könnte allerdings auch durch andere Faktoren, die in der Studie nicht berücksichtigt wurden, zusätzlich beeinflusst worden sein. Daher sind weitere Forschungen geplant. Trotzdem sollten Personen, die Medikamente aus beiden Wirkstoff-Gruppen benötigen und regelmäßig einnehmen, unbedingt auf eventuelle Komplikationen hingewiesen werden und Nebenwirkungen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Fazit
Die gleichzeitige Einnahme von Antidepressiva und gewissen Schmerzmitteln ist weit verbreitet, denn die dazugehörigen Krankheitsbilder sind sehr häufig zu finden und treten vielfach auch gemeinsam auf. Mindestens 65 Prozent der Menschen mit chronischen Schmerzen haben gleichzeitig auch eine Depression. Es sind dringend weitere Forschungen notwendig, die weitere, eindeutige Ergebnisse liefern. Sie sollten auf jeden Fall über einen längeren Zeitraum ausgedehnt werden, um auch Spätfolgen zu erkennen. Außerdem scheint es ebenso interessant zu sein, die Risiken in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu filtern und miteinander zu vergleichen, denn scheinbar spielen auch soziale Aspekte eine gewisse Rolle.

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