Analyse Ursachen Berufsunfähigkeit

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Foto: ©iStock.com/kivoart
Morgen & Morgen mit neuer Analyse zur Berufsunfähigkeit – Nervenerkrankungen und psychische Krankheiten wie Depressionen und Burnout liegen wie in den Vorjahren an erster Stelle.

Knapp 33 Prozent der Empfänger einer Berufsunfähigkeitsrente durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten diese, weil sie an einer psychischen oder einer nervlichen Erkrankung leiden.

Das geht aus einer aktuellen Analyse der Experten von Morgen & Morgen hervor. Die Experten haben erneut die Daten der privaten Versicherer analysiert. Im Test zeigte sich, dass Nervenkrankheiten seit 2008 weiter auf dem Vormarsch sind. Dagegen gehen die früher so häufigen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Apparats wieder zurück. Sie sind heute nur noch die zweithäufigste Ursache für eine Berufsunfähigkeit, und die Tendenz ist weiter rückläufig.

Aus dem neuen M & M Rating für die Berufsunfähigkeit werden nicht nur die Bewertungen von über 520 BU-Tarifen von knapp 70 Anbietern deutlich. Die Analysten vor Morgen und Morgen haben auch neue Daten zu den Ursachen einer Berufsunfähigkeit ermittelt. Nervenerkrankungen und psychische Krankheiten wie Depressionen und Burnout liegen wie in den Vorjahren an erster Stelle. Ihr Anteil macht rund 33 Prozent aus. Interessant ist, dass ältere Versicherte selten aufgrund von Nervenkrankheiten berufsunfähig werden. In der Gruppe der Über-50-Jährigen sind Nervenerkrankungen nur in rund 20 Prozent der Fälle ausschlaggebend für eine Berufsunfähigkeit. In der Gruppe der Unter-40-Jährigen ist die Menge der an einer Nervenerkrankung Leidenden dagegen enorm ausgeprägt.

Über 20 Prozent der Beteiligten gaben an, an Beschwerden des Muskel-Skelett-Apparats zu leiden, und etwas ein Sechstel der Teilnehmer nennen Krebs oder bösartige Tumorerkrankungen als Grund. Eher weniger fallen Herzerkrankungen ins Gewicht.

Als besonders auffallend ist sicher zu betrachten, dass die Nervenerkrankungen seit dem Jahr 2008 so stark zugenommen haben. Der Zuwachs liegt bei über 30 Prozent. Es wäre wünschenswert, dass sich Arbeitgeber und Krankenkassen diese Ergebnisse genauer betrachten, um im gemeinsamen Interesse Vorsorge zu treffen. Offenbar ist die Arbeitswelt von heute gut geeignet, Burnout und Depressionen hervorzurufen, denn anders lässt sich der starke und stetige Anstieg in den letzten Jahren kaum erklären.

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