Alzheimer – Neue Medikamente im Test

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Foto: ©iStock.com/Tempura
Könnte so Alzheimer bald gestoppt werden? Das Präparat Solanezumab des US-Pharmakonzerns Eli Lilly verzeichnet im Moment die größten Erfolge.

Alzheimer entsteht durch schädliche Eiweiß-Moleküle im Gehirn, die nicht abtransportiert werden können, weil sie vom Immunsystem übersehen werden. Jetzt gibt es einige neue Medikamente, die es der Immunabwehr möglich machen sollen die Schädlinge zu erkennen und zu beseitigen.

Die schädlichen Eiweiß-Moleküle entstehen außerhalb oder innerhalb der Nervenzellen. Dort stören sie deren normale Funktion. Beim gesunden Menschen werden sie erkannt, zersetzt und vernichtet. Bei Alzheimer-Patienten lagern sie sich jedoch im Gehirn ab und bilden Plaques, gewissermaßen Eiweiß-Knäuel auf den Nervenzellen und ihren langen Fortsätzen. Letztendlich gelangen die schädigenden Moleküle sogar bis in die Synapsen. Das sind die Bereiche wo die Synapse einer Nervenzelle auf die Synapse einer Nachbarzelle trifft. Dadurch werden die Signalübertragung und auch die Gehirnfunktion deutlich gestört.

Wie wirken die neuen Medikamente?

Die neu entwickelten Medikamente sollen nun dabei helfen die schädlichen Eiweiß-Moleküle zu erkennen und aus dem Gehirn zu entfernen. Das könnte durch die in ihnen enthaltenen, biotechnisch hergestellten Antikörper möglich werden. Sie werden dem Betroffenen injiziert und lagern sich an die schädlichen Eiweiß-Moleküle an und markieren diese. Dadurch erhält das Immunsystem des Alzheimer-Patienten die Gelegenheit diese Eiweiß-Moleküle zu erkennen und zu beseitigen.

Mit dieser Methode könnte man vielleicht sogar erreichen, dass bereits blockierte Synapsen ihre Aufgabe wieder wahrnehmen.

Zur Zeit werden einige Medikamente getestet. Sie enthalten unterschiedliche Antikörper. Diese Antikörper unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur. Das Präparat Solanezumab des US-Pharmakonzerns Eli Lilly verzeichnet im Moment die größten Erfolge. Weitere Studie werden jedoch notwendig sein, um diese positiven Ergebnisse detaillierter belegen zu können.

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Quelle: www.focus.de

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