Alzheimer – Bei vielen Menschen durch einen Gen-Defekt ausgelöst

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Foto: ©iStock.com/Tempura
Für eine Studie untersuchten Bochumer Forscher 531 junge Studenten. Bei einem Fünftel dieser Personen fand man das Risiko-Gen.

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An der Krankheit Alzheimer leiden derzeit etwa 1,2 Millionen Deutsche und es werden immer mehr. Bis zum Jahr 2050 rechnet man mit drei Millionen Erkrankten. Bis heute gibt es noch keine Heilung. Es sind lediglich Therapien möglich, die den Krankheitsverlauf etwas abbremsen können.
Recht gute Erfolge bei der Behandlung von Alzheimer zeigen sich, wenn man frühzeitig etwas dagegen tut. Allerdings muss mit solchen Maßnahmen schon vor dem Auftreten der ersten Symptome begonnen werden.

Bei der Alzheimer-Krankheit, die in fortgeschrittenem Alter auftritt, haben fünfzig Prozent der Betroffenen einen Gen-Defekt. Er ist bereits in jungen Jahren nachweisbar. Dieses defekte Gen erhöht das Risiko an Alzheimer zu erkranken um das drei- bis zehnfache.

Für eine Studie untersuchten Bochumer Forscher 531 junge Studenten. Bei einem Fünftel dieser Personen fand man das Risiko-Gen.

Alle Studenten machten einen sogenannten Gedächtnis-Test, bei dem gleichzeitig die Hirnfunktionen überwacht wurden. Es zeigte sich, dass alle Teilnehmer die Aufgaben gleichermaßen gut bewältigten. Bei den Probanden mit Gen-Defekt funktionierte allerdings die Hirnregion bereits nicht mehr richtig, die eigentlich zum Lösen der Aufgaben benötigt worden wäre. Eine andere Hirnregion musste aushelfen. Bei jungen Menschen ist das auch problemlos möglich, bei den Alten geht das aber eben nicht mehr.

Fazit:
Um das Risiko an Alzheimer zu erkranken abzumildern, sollte man Sport treiben. Bewegung verhindert, dass sich die Hirnregion Hippocampus, die wichtig für das Gedächtnis und die räumliche Orientierung ist, im Alter verkleinert. Ausdauer-Sport und Tanzen sind dabei besonders zu empfehlen. Auch die mediterrane Küche, mit viel Gemüse, Obst, Getreide und Olivenöl, unterstützt den Organismus.

Das Erlernen einer fremden Sprache oder das regelmäßige Lösen von Kreuzworträtseln könnte ebenfalls helfen. Ist das Gehirn immer sehr aktiv, bildet es auch viel mehr Synapsen, die Nervenzellen miteinander verknüpfen. Dadurch bleibt das Gehirn auch im Alter leistungsfähiger.

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Quelle: www1.wdr.de

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