Alternativmedizin: Gefragt bei Älteren

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Querschnittsstudie der Berliner Charité: Alternative Heilmethoden sind bei älteren Menschen beliebt

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Eine Querschnittsstudie der Berliner Charité brachte es an den Tag: Alternative Heilmethoden sind bei älteren Menschen beliebt. Unterstützt wurde die Studie von der Carstens-Stiftung Fördergemeinschaft Natur und Medizin.

Einerseits liegt die Beliebtheit in dem Umstand begründet, dass viele Senioren auf Hausmittel zurückgreifen, die sie aus ihrer Kindheit und Jugend kennen. Doch auch neue Verfahren der Komplementärmedizin gewinnen an Bedeutung, denn die ergänzenden homöopathischen Methoden haben gerade in Deutschland eine lange Tradition.

Sehr gefragt sind alternative Heilmethoden in Kombination mit schulmedizinischen Therapien. Offenbar vertrauen ältere Menschen nicht mehr ausschließlich auf die Empfehlungen ihrer Mediziner, sondern ergänzen deren Wissen gerne mit zusätzlichen Mitteln aus der Natur. Befragt wurden im Rahmen der Studie über 800 Patienten ab 70 Jahren aus dem Großraum Berlin und Brandenburg. Um ein möglichst breites soziales Spektrum abzudecken, wurden Senioren aus unterschiedlichen Lebensumständen zur Befragung herangezogen. Neben allein lebenden älteren Menschen wurden auch Bewohner in Pflegeheimen gefragt, selbst Pflegebedürftige mit häuslicher Betreuung nahmen an der Studie teil. So wollte man ein möglichst repräsentatives Ergebnis erzielen.

Im Vordergrund stehen bei Senioren die Einnahme von pflanzlichen Arzneimitteln, Tees und Säften, doch an erster Stelle nutzen ältere Menschen Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralien. Fast 36 Prozent der Befragten gaben an, diese regelmäßig einzunehmen. Pflanzliche Arzneimittel sind mit einem Anteil von gut 33 Prozent gefragt, äußerliche Anwendungen kamen mit knapp 27 Prozent auf den dritten Rang. Immerhin knapp 59 Prozent berichten von positiven Auswirkungen der Komplementärmedizin. Über 64 Prozent der Befragten empfehlen eine Kombination aus schulmedizinischen und alternativen Heilmethoden.

Nicht zu unterschätzen sind allerdings Wechselwirkungen der Medikamente untereinander. Hier ist nach Ansicht der Mediziner die gesetzliche Krankenversicherung gefordert. Wenn diese die Kosten für Komplementärbehandlungen und Arzneimittel übernehmen würde, wäre die Nutzung für den Hausarzt erheblich besser einzusehen. Für den Patienten würde daraus eine bessere Kontrolle durch den behandelnden Arzt resultieren.

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