Allianz vereinfacht Bonitätsprüfung für die private Krankenversicherung

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Die Allianz Krankenversicherung gestaltet die Bonitätsprüfung für die private Absicherung zukünftig einfacher und transparenter.

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Die Bonität gerät in der privaten Krankenversicherung immer mehr zu einem ausschlaggebenden Faktor, wenn es um die Antragsannahme oder Ablehnung geht. Aufgrund der steigenden Anzahl der bonitätsschwachen Versicherten mit enormen Beitragsschulden ist es nur verständlich, dass die Versicherer zunehmend ein waches Auge auf neue Kunden haben. Die Allianz gestaltet die Bonitätsprüfung zukünftig einfacher und transparenter. Das ist nicht nur in ihrem eigenen Interesse, sondern letztlich zum Wohl aller Versicherten.

Seit der Einführung der Versicherungspflicht in der Krankenversicherung kämpfen die privaten Krankenversicherer gegen zahlungssäumige Versicherte. Ausstehende Beiträge in Millionenhöhe mit einer Größenordnung im fünfstelligen Bereich pro Versichertem sind keine Seltenheit. Eine Kündigung des bestehenden Vertragsverhältnisses ist aufgrund der Versicherungspflicht kaum möglich, die unvermeidbare Folge war bisher eine Abstufung in den teuren und leistungsschwachen Basistarif. Aufgrund der hohen Prämie vermehrten sich die Beitragsschulden hier aber noch schneller. Mit einer besseren Bonitätsprüfung schaffen die Versicherer schon bei der Annahme des Antrags die Voraussetzung, dass das Vertragsverhältnis dauerhaft zur Zufriedenheit aller Parteien laufen sollte.

Die Allianz wird zukünftig bei jeder Neubeantragung eine vom Kunden unterschriebene Einwilligungserklärung einholen, dass eine Schufa-Anfrage durchgeführt werden darf. Dabei sind auch der Beruf und der Erwerbsstatus anzugeben. In der Bonitätsprüfung werden neben integrierten Scores auch Informationen aus dem Antrag berücksichtigt. Am Ende resultiert daraus eine detaillierte Einschätzung, nach der die Bonität keiner weiteren Prüfung bedarf. Alternativ kann eine Detailprüfung durchgeführt werden. Bei nicht gegebener Bonität kann eine Antragsablehnung erteilt werden. Bei der Entscheidung werden Negativmerkmale in der Schufa und der Schufa-Bonitätsscore explizit berücksichtigt. Der Berufsstatus wird unterschieden nach Angestellten, Beamten und Selbständigen mit unkritischen und kritischen Berufen. Eine grundsätzliche Ablehnung einzelner Berufsgruppen aufgrund der Bonität erfolgt nicht.
Von diesem Verfahren erhofft sich die Allianz eine zuverlässigere Überprüfung der Bonität noch im Vorfeld der Antragsannahme, um im Interesse beider Seiten spätere bonitätsbedingte Zahlungsausfälle zu vermeiden.

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1 Antwort

  1. Eine Armutswanderung in die PKV macht tatsächlich keinen Sinn und daher ist es auch gut entsprechend zu prüfen. Die Allianz handelt aber meines Erachtens in erster Linie aus Eigeninteresse. Wer rennt schon gerne seinem Geld hinterher; insbesondere wenn die Aussicht auf Erfolg minimal ist.

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