Ärzte-Honorare in der Kritik: Zu viel oder zu wenig?

Die Versicherten in der privaten Krankenversicherung konnten die Diskussion der letzten Monate aufmerksam verfolgen: Die neue Gebührenordnung für Zahnärzte wurde zum Januar 2012 eingeführt, und auch eine überarbeitete Gebührenordnung für Ärzte wird seit längerer Zeit diskutiert und sorgt regelmäßig für medienwirksame Schlagzeilen. Nun mischt sich auch die gesetzliche Krankenkasse einmal mehr in die laufende Diskussion ein, denn dort geht es aktuell um die Honorare für Kassenärzte.

Vorstellungen liegen weit auseinander
Für das Jahr 2013 fordern die Mediziner eine Anhebung um rund zehn Prozent, die Krankenkassen dagegen verlangen eine Kürzung um sieben Prozent. Der Streit weist tatsächlich gravierende Ähnlichkeiten zu den Tarifverhandlungen in der freien Wirtschaft auf, denn die objektive Sachlage ist durch unterschiedlichste Betrachtungsweisen und Berechnungen gekennzeichnet, die alle ihre Berechtigung haben. Eine Einigung wird derzeit in Form einer Schlichtung für den 30. August 2012 erwartet. Damit allerdings hätten sich die Kontrahenten deutlich früher geeinigt als die Vertragspartner in der privaten Krankenversicherung: Mit einer neuen Gebührenordnung für Ärzte darf man wohl vor der Bundestagswahl 2013 kaum rechnen.

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