Abschluss private Krankenversicherung zunehmend über Vertreter

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Studie: Etwa 50 Prozent der PKV-Neuabschlüsse werden von Ausschließlichkeitsvertretern getätigt. Die ungebundene Maklerschaft hält einen Marktanteil von 43 Prozent.

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Die Durchführung eines unabhängigen PKV-Tarifvergleichs gilt vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung unter Experten als der Königsweg, denn nur so kann der Versicherte sicher sein, unter allen Tarifen am Markt das Versicherungswerk mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Ein solcher Tarifvergleich wird üblicherweise von einem auf die private Krankenversicherung spezialisierten ungebundenen Versicherungsmakler durchgeführt. Zum Jahresende veröffentlichte die Unternehmensberatung Towers Watson nun eine Studie zu den Vertriebswegen im Neugeschäft der Vollversicherung. Das überraschende Ergebnis: Knapp 50 Prozent der Neuabschlüsse werden von Ausschließlichkeitsvertretern getätigt. Die ungebundene Maklerschaft hält einen Marktanteil von 43 Prozent.

Untersucht wurden die Zahlen des Jahres 2013. Erfasst waren 90 Prozent des gesamten Marktanteils, somit hat die Studie durchaus eine erhebliche Aussagekraft. Während der Verkauf über Ausschließlichkeitsvertreter und über Makler insgesamt rund 93 Prozent der Neuabschlüsse ausmachte, landeten andere Vertriebswege wie der gebundene Strukturvertrieb oder der Abschluss über Banken weit abgeschlagen auf den Plätzen drei und vier.

Nach Aussage der Unternehmensberatung hat sich das Bild im vergangenen Jahr offenbar gewandelt, denn in den Jahren zuvor galt die Maklerschaft als führend beim Abschluss des Neugeschäfts. Die Umschichtung zur Ausschließlichkeit ist übrigens bei allen PKV-Versicherern zu beobachten, eine Konzentration auf einzelne Gesellschaften gibt es nicht. Möglicherweise ist der Bestand in der Ausschließlichkeit insgesamt gefestigter, einen häufigen Wechsel des PKV-Versicherers gibt es hier seltener. Ein weiterer Grund für die Entwicklung könnten die Einführung der Unisex-Tarife und das reduzierte Angebot im Einsteigersegment sein. Makler, die bisher überwiegend über den Preis verkauft haben, dürften hier erhebliche Einbußen zu verzeichnen haben.

Auffallend ist auch der Rückgang des Neugeschäfts in der privaten Krankenversicherung insgesamt. Die Unternehmensberatung berichtete von einer Reduzierung um rund 20 Prozent, der sich in ähnlicher Höhe schon im Vorjahr zeigte. Es bleibt also abzuwarten, ob sich dieser Trend im Jahr 2014 fortsetzt oder ob die Maklerschaft wieder Boden gutmachen kann.

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