11+ und PECH gegen Fußballerverletzungen

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Pause-Eis-Kompression-Hochlagern, also PECH, ist eine wichtige Regel bei Sportverletzungen, sie betrifft neben Profis auch Freizeitsportler.


Die WM belastet die Spitzenfußballer aller teilnehmenden Teams bis an die absolute Leistungsgrenze, doch Verletzungen bleiben nicht aus. Zuletzt erwischte es den deutschen Verteidiger Shkodran Mustafi während des Spiels gegen Algerien. Er zog sich am linken Oberschenkel einen Muskelfaserriss zu, muss nun mehrere Wochen pausieren und dürfte einem metaphorischen Ratschlag seines Mannschaftskollegen Per Mertesacker folgen. Dieser hatte in seinem viel beachteten (weil kritischen) Interview vor einigen Tagen unter anderem geäußert, sich jetzt “drei Tage in Eis” legen zu wollen. Damit sprach er ein Grundproblem der höchstgeforderten Profis an und gab den wichtigsten Hinweis zu dessen Behebung.

Die PECH-Regel bei Sportverletzungen

Pause-Eis-Kompression-Hochlagern, also PECH, ist nämlich die wichtigste Regel bei Sportverletzungen, sie betrifft neben den hart geforderten Profis auch jeden Freizeitsportler. Diese Regel kombinieren die FIFA-Ärzte schon seit Längerem mit dem Aufwärmprogramm “11+”. Dieses umfasst 11 und weitere Übungen für Gleichgewicht und Kraft beim Lauftraining. Wichtig ist das gerade Laufen mit aufgerichtetem Oberkörper und senkrechter Linie von den Füßen an aufwärts über die Knie bis zur Hüfte. Die korrekte Kniestellung ist dabei das A und O, hierbei kommt es darauf an, dass kein Gelenk nach innen knicken kann. Absolute Genauigkeit ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen von 11+, die erlernte Motorik wird dann gerade in den Ballsportarten bei den schnellen Bewegungs- und Richtungswechseln, den spontanen Belastungsspitzen und kurzen Sprints umgesetzt. Eine Studie mit 2.000 Nachwuchssportlerinnen im Vorfeld der WM belegte eindrucksvoll die Wirksamkeit von 11+, die möglichst PECH überflüssig machen soll.

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